Schaumburger Wochenblatt
  1. In Windeseile durch den Wald

    Rund 100 Niederländer wandern bis zu 100 Kilometer in zwei Tagen

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    LAUENAU (al). Der in niederländischen Pfadfinder-Kreisen beliebte "Pooltocht" hat rund 100 Teilnehmer zwei Tage lang durch Deister und Süntel geführt. Die vorwiegend nur Flachland gewohnten Extremwanderer legten dabei bis zu 100 Kilometer zurück – und mussten sich dabei an einem einfachen Kartenblatt orientieren. Schon vor zwei Jahren war das Lauenauer "Dojo" Quartier des seit fast drei Jahrzehnten regelmäßig stattfindenden Wettbewerbs gewesen. Doch damals musste wegen Schnee und Eis die mit Zwischenstopp in Bad Münder geplante Tour vorzeitig beendet werden. Diesmal herrschten dagegen ideale Bedingungen, wie Organisatorin Kim schwärmte. Allerdings forderte wiederum die kalte Jahreszeit ihren Tribut: In höheren Lagen waren die Waldwege rutschig. Trotzdem überwogen die begeisterten Stimmen über Tour und Landschaft.

    Langstreckler schafften bis zu 50 Kilometer am Tag, als sie zunächst in den Süntel aufbrachen und die Pflichtstationen Langenfeld, Pappmühle sowie das Freibad bei Bakede ansteuerten. Einen Bonus heimsten sie sich bei Umwegen zu weiteren Etappenzielen ein. Am nächsten Morgen ging es in den Deister über Wallmannhütte und Nienstedter Pass zum "Schokopunkt" (= Verpflegungsstelle) in Barsinghausen und über Teufelsbrücke und Blumenhagen zurück.

    Dabei trafen die beiden als Favoriten gehandelten "Icewalkers" nach genau fünf Stunden und rund 35 absolvierten Kilometern am Ziel im Lauenauer Gewerbepark ein. In Windeseile müssen sie durch den Wald marschiert sein. Besonders ausdauernde Gruppen gingen aus der Siegerliste mit bis über 16 Wanderstunden hervor. Das galt besonders für den Tag im Süntel: Die letzten Wanderer trafen in tiefer Dunkelheit erst gegen 21 Uhr ein.

    Ob der "Pooltocht" noch ein drittes Mal von Lauenau aus starten wird, ließen die Organisatoren offen.

    Zwar sei die Unterbringung, die wiederum im "Dojo" im Gewerbepark erfolgen konnte, ideal. Doch sollten die Teilnehmer sich stets neue, ihnen bislang unbekannte Landschaften erschließen: "Süntel und Deister kennen sie jetzt ja." Foto: al

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