BAD NENNDORF (jl). Herrliches Wetter, begeisterte Besucher und zufriedene Aussteller: Fünf Tage lang hat der Jahrmarkttrubel Bad Nenndorf heimgesucht. Und das mit Erfolg. „Uns gefällt es hier gut”, sagte etwa Sven Görgeloh, als seine beiden Söhne Dominik (2) und Jan (4) gerade aus ihrem Flitzer im Kinderkarussell ausstiegen – bis über beide Ohren strahlend. Die Kinder hätten unbedingt hergewollt, erzählt der Familienvater, nicht zuletzt wegen der Fahrgeschäfte. Und die wurden freilich nicht nur von der Familie aus Beckedorf ausgiebig getestet. Zig Besucher nutzten das mitspielende Wetter und strömten auf den Parkplatz am Vereinsheim, wo die Kirmes bereits ab dem frühen Nachmittag in vollem Gange war. Ob die eigene Kraft Superman-Niveau hat oder doch nur für einen Birnenpflücker reicht, ließ sich bei „Hau den Lukas” herausfinden. Bei „Versuch’s nochmal” landete der elfjährige Eric, der damit noch einen vierten Versuch hatte. 280 Punkte –über die konnte sich Yasmina beim Entenangeln freuen. Als Gewinn nahm sie nicht nur spaßige Stunden, sondern auch gleich ein praktisches Federmäppchen mit nach Hause. Allerdings hätte sie sich neben dem Autoskooter noch etwas mehr Aktivitäten für ihre Altersgruppe gewünscht, sagte die 13-Jährige. Und während die Kleinen mit Pluto und Co. ganz gemächlich hoch hinaus flogen oder im Minirad Platz nahmen, genossen die größeren Gäste rasante Fahrten im „Twister” oder etwas ruhiger ein kühles Blondes auf den gut gefüllten Bierzeltgarnituren. Giftgrüner Monsterslush, ein Sirup-Getränk, wartete indes auf experimentierfreudige Abenteurer. Hungrig musste ebenfalls niemand den Rummel verlassen, von Schmalzkuchen über Bratwurst und Pizza bis hin zu Krabben war für jeden Geschmack etwas dabei. Glückliche Gesichter auch bei den Ausstellern. „Ich bin doch zufrieden”, bilanzierte Nadine Jehn, die mit ihrem „Lustigen Entenangeln” aus Thüringen mit zunächst gemischten Gefühlen angereist war. Obgleich das eine oder andere noch ausbaufähig sei, konnte auch Claus Braun eine positive Resonanz melden. Vor allem die akkurate Organisation und den kümmernden Einsatz des Platzmeisters Jürgen Schädel lobte er: „Das hat man nicht überall.” Seit 20 Jahren fährt der Budenbetreiber durch Deutschland. Er betonte: „Wenn nächstes Jahr wieder dieses Fest veranstaltet wird, wäre ich gern dabei.” Und mit dieser Aussage dürfte er nicht allein dastehen. Foto: jl