RINTELN (ste). Im Rahmen der beruflichen Bildung besuchte Ministerpräsident Stephan Weil die Berufsbildende Schule (BBS) in Rinteln am Standort Dauestraße. Bereits zum zweiten Mal ist Weil (SPD) Gast der BBS. Dieses Mal konnte er in einem Zug der am gleichen Tag in den Dienst als Schulleiterin getretenen Lita Gooßen gratulieren. Sie übernahm das Amt von dem im Januar verabschiedeten Herbert Habenicht. Hintergrund des Besuches von Weil war jedoch die Woche der beruflichen Bildung, in der die Mitglieder des Kabinetts der Niedersächsischen Landesregierung für die berufliche Bildung werben. Diese soll als Alternative zu einem Hochschulstudium thematisiert werden und ist damit auch eine Option für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler. Die Landesregierung möchte damit das politische Bekenntnis zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung bekräftigen. Einen Einblick gab es für Stephan Weil im Jahrgang elf, wo Schülerinen und Schüler gemeinsam mit den Lehrkräften Daniel Harting und Eike Blohm demonstrierten, wie der Unterricht mit den Tablets gestaltet wird und wie diese zum Einsatz kommen. Cooperatives offenen Lernen (kurz „CooL”) ist hier einer der Schwerpunkte. Innerhalb von sechs Unterrichtsstunden in der Woche werden Aufgaben nicht nur im eigenen Tempo bearbeitet, sondern hier steht auch noch für die Lehrkräfte mehr Zeit für individuelle Hilfestellungen bereit. Mit den Tablets haben die Schüler außerdem die Möglichkeit, sich mit dem Whiteboard im Klassenraum zu verbinden, was sie gleich auch nutzten, um den selbst gedrehten Trailer zum Thema Europawahl den Politikern vorzuspielen. Alles dies ist natürlich nur möglich, wenn Lehrkräfte für die Art des modernen Unterrichts begeistern und die nötigen Mittel hierfür zur Verfügung gestellt werden. Günter Potthast als stellvertretender Schulleiter machte gegenüber Weil klar, dass es noch ein langer Weg sei, bis die anstehenden Investitionen getätig seien und auch die Werkstätten der Schule auf „Industrie 4.0” umgestellt sind. Auch braucht es noch Zeit, bis die Jahrgänge zwölf und 13 als Tabletklassen funktionieren. Dafür bedarf es auch noch Weiterbildungen für die Lehrkräfte und die nötige Infrastruktur. Foto: ste