Liane Martens (Landkreis Schaumburg), Petra Uhe (Stadt Rinteln) und Albrecht Schäffer (Kinderschutzbund Rinteln) haben sich jetzt zum Ziel gesetzt, die Sprachmittler vor Ort durch Qualifizierung möglichst gut auf ihre Tätigkeit vorzubereiten. Auf ihre Anfrage hin hat der Caritasverband für die Diözese Osnabrück eine vierteilige Schulungsreihe vorbereitet, an der seit dem elften Oktober 13 Personen aus dem Landkreis teilnehmen. Die Caritas Osnabrück hat jahrelange Erfahrung in der Qualifizierung von Sprachmittlern und organisiert die Schulungsreihe im Rahmen des Projektes „SpuK Bund 3”. Das Kürzel „SpuK” steht für „Sprach- und Kommunikationsmittlung”. Am vergangenen Samstag traf sie die Gruppe zu einem Informationsaustausch über herausfordernde und belastende Situationen, die es beim Dolmetschen immer wieder gibt. So geschieht es etwa manchmal, dass im Rahmen eines Gesprächs starke Gefühle wie Angst, Traurigkeit oder Wut bei auftreten oder traumatische Erinnerungen hochkommen, wie Supervisorin Elisabeth Klemens aus Göttingen bei der Zusammenkunft im Mehrgenerationenhaus Rinteln beschrieb. Die Teilnehmer, unter anderem aus Albanien, Afghanistan, Ägypten, dem Iran und Syrien, äußerten sich am Ende zufrieden über den Austausch: Es habe gut getan, über belastende Erlebnisse sprechen zu können und von den Erfahrungen der anderen zu hören. Man habe Abstand gewinnen können zu belastenden Erlebnissen. ”Ich lerne jedes Mal etwas Neues dazu,” resümierte eine Teilnehmerin. Die Sprachmittler können kostenfrei an der Schulung teilnehmen, weil das Projekt aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union finanziert wird. Der letzte Teil der Schulung findet am Dienstag, dem 12. November von 14 bis 17 Uhr im Flüchtlingswohnheim am Kerschensteinerweg 1 statt. Foto: km