Wenig Überzeugungsarbeit hatte der Ausschussvorsitzende Heiko Tadge beim Abstimmungsverhalten der zuerst sechs, später sieben stimmberechtigten Mitglieder des Fachausschusses. Kreisbrandmeister Joachim Muth gab zu Beginn der Sitzung einen kurzen Überblick über die Erfolge der Jugendfeuerwehren beim Kreiswettbewerb am 7. Juni in Obernkirchen. Acht Gruppen qualifizierten sich für die Landeswettbewerbe. Vom 4. Juli bis 11. Juli findet in Stadthagen das diesjährige Kreiszeltlager statt.
1.000 Teilnehmer beim Kreiszeltlager
Muth rechnet mit etwa 1000 Teilnehmern, Kindern, Jugendlichen und Helfern. Zum Start der Veranstaltung wird die neue FTZ betriebsbereit sein. Derzeit befindet sich die Zu- und Ausfahrt in Arbeit. Die Übergabe ist für August 2026 vorgesehen. Im Zuge der Neustrukturierung der Feuerwehr in der Samtgemeinde Nienstädt ist eine Ersatzbeschaffung für zwei ältere Einsatzfahrzeuge geplant. Ein Löschgruppenfahrzeug (LF 10) mit einem Anschaffungspreis von circa 513.000 Euro soll die beiden Fahrzeuge ersetzen. Der Ausschuss empfiehlt dem Landrat, der vorgesehenen Förderung in Höhe von 50.000 Euro zuzustimmen. Das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) führt keine feuerwehrtechnischen Abnahmen mehr durch. Der Ausschuss empfiehlt, die örtliche Abnahme mit bis zu 1.500 Euro pro Fahrzeug zu fördern. Einstimmig wurde der Entwurf für eine Kreisfeuerwehrsatzung des Landkreises Schaumburg angenommen und eine Beschlussempfehlung an den Kreisausschuss sowie den Kreistag ausgesprochen.
"Rettet die 112 und den Rettungsdienst 3.0"
Der niedersächsische Landkreistag hatte mit einem Rundschreiben dazu aufgefordert, sich dem Bündnis „Rettet die 112 und den Rettungsdienst 3.0“ anzuschließen. Das Bündnis will verhindern, dass, wie in einem Gesetzesentwurf vorgesehen, der Rettungsdienst als kommunale Aufgabe, in einen Bundes-Rettungsdienst übergeht. Damit würden Entscheidungskompetenzen genommen, die Kosten aber bleiben. Ebenfalls einstimmig sprach sich der Ausschuss für die Annahme des Bedarfsplans Rettungswesen aus. In dem umfangreichen Papier werden alle entsprechenden Fahrzeuge, Rettungsmittel und Einsatzzeiten aufgeführt. Die Entgeltvereinbarung zwischen dem Landkreis und den Kostenträgern (Krankenkassen und Unfallversicherungen) sollen moderat um 40 Euro angehoben werden. Eine Senkung in 2027 ist vorgesehen.
DLRG soll höheren Zuschuss erhalten
Der Vertrag zwischen dem Landkreis und der DLRG, Bezirk Weserbergland soll mit einem erhöhten Zuschuss geändert werden. Die DLRG stellt einen kompletten Wasserrettungszug mit ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern in Schaumburg zur Verfügung. 2012 verpflichtete sich der Landkreis zu einem Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro. Nach Aufstellung der Gesamtaufwendungen der DLRG in Höhe von mehr als 45.000 Euro, soll der Landkreis Schaumburg die Arbeit der DLRG Weserbergland zukünftig mit 40.000 Euro angepasst bezuschussen. Alle Vorlagen wurden einstimmig beschlossen und als Empfehlung an die nächsten Instanzen weiter gegeben.
„Das ist ein symbolisches Zeichen!”
Ein ähnliches Fahrzeug wie jetzt für die Samtgemeinde Nienstädt beschafft wird, konnten Samtgemeindebrandmeister Gregor Zimmermann (Li.) und Ortsbrandmeister Martin Möller-Lindenberg 2025 für die Feuerwehr Pollhagen in Dienst stellen.