Die katholische Pfarrei St. Maria vom Heiligen Rosenkranz hat angekündigt, im Kirchort St. Petrus Canisius in Hohnhorst den pastoralen Betrieb einzustellen. Gottesdienste werden dort nach dem 1. November nicht mehr gefeiert, Hintergrund sei ein nicht mehr ausreichendes ehrenamtliches Engagement, so die Begründung des Kirchenvortandes.
Von einem „Zerbrechen der Strukturen“ am Kirchort in Hohnhorst sprechen der Kirchenvorstandsvorsitzende Reiner Niedenzu und Pfarrer Markus Grabowski in einer Mitteilung zu dem Thema. Die Pfarreien im Landkreis Schaumburg des Bistums Hildesheim sind in einen Prozess eingetreten, mit dem sie auf einen deutlichen Strukturwandel reagieren. Bei weniger Priestern, einer schwindenden Zahl von Katholiken, Überlastung der Ehrenamtlichen und nur noch spärlich genutzten Kirchengebäuden gilt es, einen gangbaren Kurs für die Zukunft zu finden. Dabei waren sich die Mitwirkenden bewusst, dass eine Aufgabe mancher Kirchorte wohl nicht vermeidbar sein werde.

Mangel an Ehrenamtlichen

Eben dies erfolgt nun in St. Petrus Canisius in Hohnhorst. Ein Beschluss des Kirchenvorstands der Pfarrei St. Maria vom Heiligen Rosenkranz dazu fiel Ende August. Er sieht vor, nach der gemeinsamen Messe am 1. November dort den pastoralen Betrieb einzustellen. Grund sei der Mangel an verlässlichen Ehrenamtlichen, die das Gemeindeleben tragen würden, sowie eine rückläufige Zahl von Gottesdienstbesuchern aus Hohnhorst. Die Bewirtschaftung der Immobilien Pfarrheim und Pfarrhaus sei nicht mehr gegeben. So sei es unumgänglich, die Gottesdienste und sonstigen Veranstaltungen in Hohnhorst aufzugeben. „Dem Wunsch vier Messen pro Jahr in Hohnhorst zu feiern, kann nicht entsprochen werden, da keine Engagierten vorhanden sind, die diese Gottesdienste verbindlich vorbereiten und nachbereiten würden“, so die Mitteilung. Auch habe sich kein Kandidat für die Kirchenvorstandswahl im November gefunden, der sich um die Belange des Kirchortes kümmern würde.

Gespräche zur Zukunft der Immobilien

Nach der Gremienwahl im November 2026 werde der neue Kirchenvorstand das Gespräch mit dem Bistum Hildesheim aufnehmen, „um eine Lösung zur Zukunft der Immobilien Kirche, Pfarrheim und Pfarrhaus zu suchen“.
Sicher werde die „schmerzhafte Entscheidung“ viel Trauer und Unverständnis auslösen, so Pfarrer Grabowski und Niedenzu. Sie appellierten, sich weiter in die Pfarrgemeinde einzubringen.