Der Rat der Samtgemeinde Rodenberg hat vor einiger Zeit den Grundsatzbeschluss gefasst, das Freibad in Rodenberg zu sanieren. In diesem Zuge soll unter anderem ein neues Gebäude für die Umkleiden und die Kasse entstehen, eine Förderung für die umfangreiche Maßnahme ist bewilligt, eine zweite beantragt.
Nicht nur für die Schwimmgäste besteht die auffälligste Neuerung in dem Neubau, mit dessen Errichtung auch der Eingangsbereich verlegt wird. Der Zugang zum Freibadgelände soll in Zukunft laut den vorbereitenden Planungen von der Südseite aus. Das Bestandsgebäude bleibt erhalten und wird kernsaniert. Zudem soll das Außengelände neugestaltet werden.
Den Neubau plant das Verwaltungsteam in Holzrahmenbauweise mit zwei Eingängen. Er umfasst die Kasse, Putzmittelraum, Umkleidekabinen, Duschen und WC. Dieser soll barrierefrei gestaltet werden. Überhaupt ist die Barrierefreiheit ein wichtiges Ziel der gesamten Modernisierung. Eine Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromerzeugung sowie der Einsatz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe wird die Grundlage für eine moderne Energieversorgung. Hinzu kommt der Anschluss an eine „leistungsfähige Breitband- und Netzwerktechnik“, so die Verwaltung im Planungskonzept. So werde der Einsatz digitaler Mess-, Steuer- und Regeltechnik möglich. Der Neubau soll im südlichsten Abschnitt des Freibadgeländes entstehen, vereinfacht gesagt hinter dem Fußballtor des A-Platzes.

Bestandsgebäude wird kernsaniert

Das Bestandsgebäude wird weiterhin genutzt, dient aber nicht mehr als Eingang. Nach der Kernsanierung entstehen hier Personalräume und Duschen für das Schwimmmeister-Team. Hinzu kommen Lagermöglichkeiten sowie Sanitäreinrichtungen für die Kiosk-Mitarbeiter und Gäste. Der bestehende Kiosk soll erweitert werden und in diesem Zuge auch eine vergrößerte Küche erhalten.
Im Bestandsgebäude wird auch wieder die Filteranlage für das Becken ihren Platz finden. Der Aussichtsturm für die Schwimmmeister bleibt bestehen.
Zudem wird die Außenfläche neu gestaltet mit neuer Pflasterung und Wegeführung sowie genügend Fahrradabstellplätzen. Die Aufenthalts- und Liegebereiche sollen mehr Schatten und Begrünung erhalten. Ein attraktiver Kleinkinderbereich, eine neue Rutschen-Anlage, zusätzliche Spiel- und Bewegungsangebote sowie Flächen für ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen sollen entstehen.

Weitere Förderung in Aussicht

Für den Umbau des Bestandsgebäudes kalkuliert die Samtgemeindeverwaltung mit Kosten in Höhe von rund 470.000 Euro, für den Neubau von rund 1,2 Millionen Euro. Für diese Maßnahmen sind also etwa 1,7 Millionen Euro vorgesehen. Hinzu kommen die Kosten für das Außengelände von etwa 380.000 Euro.
Die Samtgemeinde erhielt nun die Nachricht, dass der Antrag auf Fördermittel aus dem ZILE-Programm des Landes berücksichtigt sei. 500.000 Euro stellte dieses aus EU-Mitteln für die Baumaßnahmen zur Verfügung, wie die Samtgemeinde mitteilte. Möglicherweise ist eine erweiterte Förderung durch eine Kofinanzierung des Landes möglich. Auch für das Außengelände stehen die Chancen auf eine Förderung durch das Leader-Programm gut (die lokale Leader-Aktionsgruppe hat diese bereits befürwortet). Diese würde sich auf 150.000 Euro belaufen.
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