Die Stadt Bückeburg plant in diesem Jahr die Sanierung und Umgestaltung des verrohrten Abschnitts des Mühlengrabens im Ortsteil Meinsen-Warber umzusetzen. Vor Beginn der Maßnahme ist allerdings durch den Rat der Stadt über eine überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 290.000 Euro zu entscheiden.
Der Mühlengraben, der überwiegend die Funktion der Niederschlagswasserableitung erfüllt, weist erheblich Schäden an der Verrohrung aus. „Rohrbrüche, offene Fugen, Wurzeleinwuchs und Rohrversätze machen eine grundlegende Erneuerung der Anlage erforderlich“, so die Stadt in einer Pressemitteilung. Nach der Prüfung verschiedener Varianten hatte sich die Politik für eine Neuordnung der Entwässerung durch eine durchgehende Verrohrung ausgesprochen.
Die Kosten für die Maßnahmen fallen mit fast 600.000 Euro nun voraussichtlich merklich höher aus als ursprünglich angenommen (rund 340.000 Euro). In einem ungünstigen Fall können zusätzliche Kosten für den Umgang mit einer bestehenden Winkelstützwand entstehen. Ein Bodengutachten ergab unter anderem belastetes Material und Bauschuttreste im Baubereich. Außerdem wurde bei Vertiefung der Planungen klar, dass die tatsächliche Lage von Leitungen und die Gründungssituation des ehemaligen Mühlengebäudes zu umfangreicheren Baumaßnahmen führen werden. Auch die nun vorgesehene Asphaltierung statt einer Pflasterwiederherstellung schlägt zu Buche.
„Um die Mehrkosten zu begrenzen, wurden verschiedene Einsparmöglichkeiten geprüft und alternative Ausführungsvarianten berechnet. Die Verwaltung empfiehlt eine angepasste Planung, die insbesondere auf zusätzliche Asphaltflächen verzichtet und vorhandene Pflasterflächen nach Abschluss der Arbeiten wiederverwendet“, so die Meldung.
Die Ausführung sei nun für den Herbst 2026 vorgesehen. Die Stadt werde die Arbeiten eng mit den betroffenen Anliegern und Nutzern der angrenzenden Flächen abstimmen. Mit der Sanierung solle auch der Unterhaltungsaufwand künftig reduziert werden.