Die Samtgemeinde Niedernwöhren hat in den vergangenen Jahren großen Wert daraufgelegt, Dienstleistungen zu digitalisieren. Von der Anmeldung eines Gewerbes über die Anforderung einer Geburtsurkunde bis hin zur Anmeldung für einen Kindergartenplatz lassen sich eine ganze Reihe verschiedener Services bequem von zu Hause aus am Rechner oder am Smartphone erledigen.
„Im Grunde haben wir alle Dienstleistungen digitalisiert, für die das im Moment möglich ist“, erklärte Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke. Die Überschrift zum Artikel über die Ergebnisse der Online-Umfrage „Heimatcheck“ für die Samtgemeinde Niedernwöhren in unserer Ausgabe vom 20./21. Juni „Wenig digitalisiert aber gut erreichbar“ hatte zur Nachfrage der Verwaltungschefin geführt.
Tatsächlich ist die Schlagzeile etwas überspitzt. „Wichtige Behördengänge lassen sich in der Region einfach digital erledigen“, lautete eine Frage im Heimatcheck 2026. Hier hatten 24 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage in der Samtgemeinde mit „stimme eher zu“ oder „stimme voll und ganz zu“ geantwortet. Also etwa ein Viertel der Umfrageteilnehmer in der Samtgemeinde Niedernwöhren. Ein Stimmungsbild, das wohl als eher zurückhaltend gewertet und nicht überwiegend positiv einzuordnen ist. Obwohl der tatsächliche Stand der Digitalisierung auf Ebene der Samtgemeinde ja als weit fortgeschritten zu werten ist, schließlich ist diese ja soweit möglich umgesetzt (siehe unten).
Spitzenwert für die Samtgemeinde
Schaut man in dieser Kategorie aber auf alle Teilnehmer im Gesamtbefragungsgebiet (Landkreis Schaumburg und Stadt Wunstorf), ergibt sich allerdings ein Wert von nur 20 Prozent. Die Teilnehmer in der Samtgemeinde Niedernwöhren kommen also zu einer positiveren Einschätzung als im Gesamtgebiet. Tatsächlich ist 24 Prozent sogar der Spitzenwert unter allen Kommunen. Die Teilnehmer in der Samtgemeinde Niedernwöhren geben in dieser Kategorie also das positivste Urteil unter allen Kommunen ab. Ohnehin wird die Erreichbarkeit der Verwaltung in der Samtgemeinde als gut bewertet.
Vermutlich mischen sich in die Bewertung der Teilnehmer auch immer Erfahrungen mit anderen Verwaltungsebenen, denen sie im Alltag begegnen. Jedenfalls zeichnet sich in den Umfragen insgesamt eine hohe Erwartung ab, Dienstleistungen digital erledigen zu können.
Gut aufgestellt
Aileen Borschke betont, dass das Verwaltungsteam in den vergangenen Jahren viel in die Entwicklung des Bereichs Digitalisierung investiert habe und sich hier auch gut aufgestellt sehe. Sie ermunterte die Bürger, die digitalen Möglichkeiten, welche das Verwaltungsteam bietet, auch zu nutzen. Dazu zählen insbesondere zahlreiche Bürgerleistungen, die direkt online angestoßen oder vollständig digital erledigt werden können.
Beispiele sind die elektronische Wohnsitzanmeldung, die Online-Anmeldung für Kindertagesstätte und Hort, verschiedene Gewerbeangelegenheiten sowie Leistungen aus dem Standesamt, etwa die Anforderung von Urkunden.
Auch darüber hinaus baut die Samtgemeinde digitale Angebote dort aus, wo sie im Alltag einen echten Nutzen bringen. So können beispielsweise nicht nur klassische Verwaltungsleistungen online genutzt werden, sondern auch speziellere Anliegen wie die Anmeldung eines Erntewagens für das Erntefest Niedernwöhren digital eingereicht werden.
„Unser Ziel ist nicht Digitalisierung um der Digitalisierung willen, sondern möglichst einfache, verständliche und praktische Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger“, so die Verwaltung. Die Samtgemeinde sei daher auch offen für weitere Vorschläge, wenn Bürger konkrete Ideen haben, welche Abläufe künftig digital einfacher gestaltet werden könnten.
Hinweise und Anregungen können gerne an den IT-Leiter der Samtgemeinde Niedernwöhren, Sebastian Stangneth, per E-Mail an stangneth@sg-niedernwoehren.de gerichtet werden.
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