„Dienstleister für unsere Bürger” | Schaumburger Wochenblatt

„Dienstleister für unsere Bürger”

Das Schaumburger Wochenblatt hatte im Rahmen seiner Umfrage „Heimatcheck“ die Bewohner im Landkreis sowie im Raum Wunstorf nach ihrer Einschätzung zur Erreichbarkeit und Freundlichkeit des Verwaltungsteams in ihren Kommunen gebeten. Alle Verwaltungsteams erreichten eine Bewertung in der oberen Hälfte der Skala, es ragten jedoch die Samtgemeinden Eilsen, Nenndorf und Niedernwöhren heraus.

Erhalte ich auf Nachfragen rasch eine Antwort? Wie ist der Austausch mit den Verwaltungsmitarbeitern, komme ich mit meinen Angelegenheiten auf dem jeweiligen Amt voran? In diese Richtung zielte die Frage im Heimatcheck nach der Erreichbarkeit und Freundlichkeit des Verwaltungsteams.
Die beste Beurteilung aus Sicht der Teilnehmer an der Umfrage erreichte hierbei die Samtgemeinde Eilsen mit einer Bewertung von 7,89 Punkten (10 wären möglich). Auf Platz zwei im Ranking landete die Samtgemeinde Nenndorf mit 7,28 Punkten ganz knapp vor der Samtgemeinde Niedernwöhren mit 7,27 Punkten. Auch die Städte Obernkirchen und Bückeburg blieben nur knapp unter der Marke von 7 Punkten.

Auch ohne Termin ins Amt

Hartmut Krause, Bürgermeister der Samtgemeinde Eilsen, erklärte, dass ihn das Ergebnis freue. Das „kleine Verwaltungsteam einer kleinen Samtgemeinde“ versuche natürlich Anfragen möglichst rasch zu beantworten. Dies und der „vernünftige Umgang“ mit den Bürgern sollte grundsätzlich ohnehin von jeder Behörde praktiziert werden. Spezielle Schulungen für die Mitarbeiter in dieser Richtung gebe es nicht. Eine Rolle für die positive Beurteilung spiele möglicherweise, dass das Einwohnermeldeamt auch ohne Termin besucht werden könne.
Zudem gelte, dass das Team wie der Samtgemeindebürgermeister auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar und für eine Auskunft oder eine Terminvereinbarung verfügbar seien. Rasch zu reagieren, gelinge trotz aller Bereitschaft auch nicht immer, wie Hartmut Krause einräumte.

Flache Hierarchien

Andre Lutz, Erster Samtgemeinderat in der Samtgemeinde Nenndorf, erklärte, dass die Bewertung das Team sehr freue. Ein Stück weit sei es auch eine Bestätigung der eigenen Eindrücke. Seminare, in denen die Mitarbeiter für den für den freundlichen Umgang mit den Bürgern geschult würden, gebe es zwar nicht. Grundsätzlich unterstütze man die Mitarbeiter jedoch dabei, sich weiterzubilden. Die zusätzlichen Kenntnisse würden sicherlich auch zur Zufriedenheit der Bürger beitragen, ebenso würden sie den Mitarbeitern möglicherweise mehr Sicherheit im Austausch geben. Zudem gebe es wenig unbesetzte Stellen im Team, so dass die Aufgaben auch rascher abzuarbeiten seien. Man bemühe sich zudem um flache Hierarchien mit einem kurzen Draht zu den Vorgesetzten sowie die Möglichkeit der Mitarbeiter, in ihren Zuständigkeitsbereichen in großer Eigenverantwortung zu wirken.
Nicht zuletzt helfe, dass die Verwaltungsangehörigen weitgehend mit Laptops und/oder Handy ausgestattet seien und so beispielsweise auch bei Außenterminen erreichbar seien.

„Wir verstehen uns im Haus als Dienstleister für unsere Bürger“, erklärte Aileen Borschke, Samtgemeindebürgermeisterin der Samtgemeinde Niedernwöhren. Entsprechend habe die Erreichbarkeit eine sehr hohe Priorität. Letztlich sei es die Aufgabe der Verwaltung, für die Bürger da zu sein. Es sei ihr wichtig, dass das im Rathaus auch gelebt werde. Letztlich sei man als Verwaltungsangehöriger ja auch zufriedener, wenn man den Menschen in den jeweiligen Angelegenheiten ohne größere Probleme weiterhelfen könne.
Foto: bb


Bastian Borchers
Bastian Borchers
Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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