Wirtschaftsentwicklung und Zusammenhalt | Schaumburger Wochenblatt

Wirtschaftsentwicklung und Zusammenhalt

Ergebnisse des Heimat-Check für die Stadt Rinteln. (Foto: AdobeStock)
Ergebnisse des Heimat-Check für die Stadt Rinteln. (Foto: AdobeStock)
Ergebnisse des Heimat-Check für die Stadt Rinteln. (Foto: AdobeStock)
Ergebnisse des Heimat-Check für die Stadt Rinteln. (Foto: AdobeStock)
Ergebnisse des Heimat-Check für die Stadt Rinteln. (Foto: AdobeStock)

Den Bereichen „Wirtschaft und Zukunft“, „Zusammenhalt und Demokratie“ sowie „Wohnen und Stadt- beziehungsweise Dorfentwicklung“ ordnen die Rintelner die höchste Bedeutung für ihre Entscheidung bei den Kommunalwahlen im Herbst zu. Als problematisch schätzen sie unter anderem die Digitalisierung der Verwaltung und die Angebote im Pflegebereich in der Region ein.
Damit weichen die Bürger aus Rinteln nicht in hohem Maße vom Gesamtergebnis des „Heimat-Checks 2026“ für den Landkreis Schaumburg und die Stadt Wunstorf ab, zu dem das Schaumburger Wochenblatt in Zusammenarbeit mit dem Fachunternehmen „Co Mind“ aufgerufen hatte. Die Online-Umfrage, diesmal auf die nahende Kommunalwahl ausgerichtet, ist abgeschlossen und die Ergebnisse sind ausgewertet. Im ersten Schritt stellen wir nun die Resultate für die Stadt Rinteln vor. Festzuhalten ist, dass dieses Bürgerbarometer zwar keine repräsentative Umfrage ist, jedoch ein wichtiges Stimmungsbild der Einwohner vermittelt.

Arbeitsplätze und Standortentwicklung

Wie in der Grafik deutlich wird, geben die Rintelner, die sich an der Umfrage beteiligten, an, dass die Themen „Wirtschaft und Zukunft“, „Zusammenhalt und Demokratie“, „Wohnen und Stadtentwicklung“ sowie „Gesundheit und Pflege“ für sie die höchste Bedeutung für ihre Wahlentscheidung im Herbst haben. Dies liegt etwa im Rahmen des Gesamtergebnisses aller Teilnehmer in Schaumburg und Wunstorf an der Umfrage.
Wobei sich kleinere Abweichungen für Rinteln ergeben. Während im Gesamtergebnis die Frage von „Wohnen und Stadtentwicklung“ den Spitzenplatz in Bezug auf die Wahlentscheidung einnimmt, hat dieser Punkt in Rinteln etwas weniger Bedeutung. Die Frage um Arbeitsplätze und Standortentwicklung bewegt die Wähler in Rinteln etwas stärker.
Dem Bereich „Sicherheit und Alltag“ wird in Rinteln mit 24 Prozent der genannten Antworten offenbar nicht ein so hoher Stellenwert zugeordnet. In der Gesamtumfrage liegt dieser etwa zehn Prozentpunkte höher. Die Rintelner ordnen diesem Punkt auch weniger Bedeutung zu als die Bewohner der beiden anderen größeren Schaumburger Städte Stadthagen (34 Prozent) und Bückeburg (29 Prozent).

Kritische Sicht auf Pflege-Angebot

Der Heimatcheck fragte auch Einschätzungen zur Situation in den Themen „Gesundheit“, „Verwaltung/Service“ sowie „Tourismus“ ab. Im Bereich Gesundheit fiel die Bewertung im Bereich der Krankenhaus- und Notfallversorgung vergleichsweise gut aus. Dies deckt sich mit dem Ergebnis der Gesamtumfrage. Kritischer sehen die Teilnehmer die Abdeckung mit Unterstützungsangeboten für Pflegeangehörige und ihre Angehörigen, hier macht sich vermutlich die zunehmend schwierigere Versorgung im Zuge des demographischen Wandels bemerkbar. Auch sehen sie offenbar Handlungsbedarf beim Vorgehen gegen den Fachkräftemangel im Feld Gesundheit und Pflege. Dies sind auch im Gesamtgebiet Kritikpunkte. In der Frage der Versorgung im Haus- und Facharztbereich schätzen die Rintelner die Situation besser ein als im Gesamtgebiet.

Wenig Transparenz und schleppende Verwaltungsdigitalisierung

Im Bereich „Verwaltung und Service“ ordnen die Rintelner die Möglichkeit, Behördengänge digital zu erledigen noch als gering ein. Auch wird die Kommunikation zu kommunalen Vorhaben und Entscheidungsabläufen als zu wenig transparent kommuniziert. Beides sind Punkte, die auch im Gesamtgebiet eher negativ bewertet werden. Wobei die Bewertung der Transparenz in Rinteln etwas besser ausfällt als im Gesamtgebiet. Erreichbarkeit und Reaktionszeit der Verwaltung bewerten etwa ein Drittel der Teilnehmer in Rinteln als gut, das liegt etwas unter dem Schnitt des Gesamtergebnisses. Die grundsätzliche Zuverlässigkeit von Internet und Mobilfunk werden im Rinteln wie im Gesamtgebiet von einer deutlichen Mehrheit als gut eingeordnet.

Attraktive Freizeitangebote

Die touristische Infrastruktur wird in Rinteln überwiegend positiv bewertet, die Freizeit- und Ausflugsangebote würden die Region attraktiv machen, so die Einschätzung. Hier übertrifft Rinteln die Ergebnisse der Gesamtumfrage. Etwa die Hälfte der befragten stimmen der Einschätzung zu, dass die Landesgartenschau die Attraktivität der Region stärke. Das liegt etwa 15 Prozentpunkte unter dem Ergebnis für ganz Schaumburg und Wunstorf. Hier dürfte sich der größere räumliche Abstand zur „Laga“ in Bad Nenndorf auf die Einschätzung auswirken.

Hohe Wahl-Bereitschaft

Rund 70 Prozent der Teilnehmer in Rinteln geben an, sich „sehr wahrscheinlich oder eher wahrscheinlich an der kommenden Wahl zu beteiligen. Im Gesamtgebiet ist der Anteil noch etwas höher. Dies lässt auf ein doch ausgeprägtes Interesse an der Kommunalwahl schließen. Wobei anzunehmen ist, dass sich eben vor allem Menschen durch den Heimatcheck klicken, die ein größeres Interesse am kommunalpolitischen Geschehen haben.

Eine grafische Darstellung finden Sie in der aktuellen Ausgaben des Schaumburger Wochenblattes vom 13.06.26, auf Seite 23 oder auch Online: https://www.schaumburger-wochenblatt.de/epaper


Bastian Borchers
Bastian Borchers
Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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