Ohne Schlüssel offene Türen vorgefunden | Schaumburger Wochenblatt

Ohne Schlüssel offene Türen vorgefunden

Rundgang durchs Rathaus: Mit Marie Zetzmann und Sarah Kasten lernte Ralph Tegtmeier gleichzeitig zwei sehr sportliche Mitarbeitende kennen, die sich an den Halbmarathon wagen möchten. (Foto: gk)
Rundgang durchs Rathaus: Mit Marie Zetzmann und Sarah Kasten lernte Ralph Tegtmeier gleichzeitig zwei sehr sportliche Mitarbeitende kennen, die sich an den Halbmarathon wagen möchten. (Foto: gk)
Rundgang durchs Rathaus: Mit Marie Zetzmann und Sarah Kasten lernte Ralph Tegtmeier gleichzeitig zwei sehr sportliche Mitarbeitende kennen, die sich an den Halbmarathon wagen möchten. (Foto: gk)
Rundgang durchs Rathaus: Mit Marie Zetzmann und Sarah Kasten lernte Ralph Tegtmeier gleichzeitig zwei sehr sportliche Mitarbeitende kennen, die sich an den Halbmarathon wagen möchten. (Foto: gk)
Rundgang durchs Rathaus: Mit Marie Zetzmann und Sarah Kasten lernte Ralph Tegtmeier gleichzeitig zwei sehr sportliche Mitarbeitende kennen, die sich an den Halbmarathon wagen möchten. (Foto: gk)

„Wie komme ich denn eigentlich ins Rathaus, wenn das Bürgerbüro nicht geöffnet ist?“, fragte sich Ralph Tegtmeier, bevor er am 2. November offiziell sein Amt als neugewählter Samtgemeindebürgermeister antrat.

Doch das verlief völlig reibungslos: Andre Lutz kam ihm in diesem Moment im Eingang des Hauses entgegen und wurde somit der erste Mitarbeiter im Rathaus, der den neuen Verwaltungschef zum Amtsantritt als Erster Samtgemeinderat und gleichzeitig als allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters begrüßte.

Nach einem kurzen Austausch mit Lutz während der Büroübernahme stand ein Rundgang zu den Mitarbeitenden in beiden Rathäusern auf dem Programm, begleitet von Pressevertretern. Die Aufnahme war durchweg herzlich und durchaus erwartungsvoll; viele kannte Tegtmeier schon zuvor. Man spürte: Jetzt muss es auch losgehen. Ein Gefühl, das Tegtmeier persönlich teilt, wie er im Pressegespräch erwähnte: „Ich habe das in den letzten Wochen schon gemerkt.“

Beim Rundgang wurde er gleich in die „Pflicht“ genommen mit der Ankündigung, dass Einladungen zu Gremiensitzungen mit seiner Unterschrift verschickt werden müssen. Das soll vorerst handschriftlich geschehen, da von ihm noch keine digitale Unterschrift eingerichtet ist. Nach den Rathäusern suchte Tegtmeier auch Außenstellen auf, die ebenfalls zur Zuständigkeit der Verwaltung gehören, wie zum Beispiel den Baubetriebshof in Bad Nenndorf. Weitere Besuche werden folgen, kündigte er an.

Auch wenn der Schreibtisch noch nicht komplett eingerichtet ist, „der Rechner läuft schon“, so Tegtmeier. „Immerhin wurde mir gerade vom Vorzimmer gesagt: Du bist doch erst vier Minuten da und hast schon zwei Anrufe bekommen. Also scheint schon ein bisschen Nachfrage zu sein“, fügt er lächelnd hinzu.

Vieles sei auch per Mail schon angekommen. Manches war sehr konkret, wie „ganz nachvollziehbare Dinge, wenn zum Beispiel jemand unerlaubt Müll abgeladen hat, den Anwohner beseitigt haben möchten“.

Vor allem aber ging es sehr schnell um Terminabsprachen, „denn natürlich wartet keiner, um im November Termine zu machen, bis der erste oder zweite November da ist. Da ist schon viel über das Vorzimmer gelaufen. Viele Nachfragen habe ich auch auf meinen privaten Account weitergeleitet bekommen und darauf auch geantwortet.“

Samtgemeindebürgermeister Ralph Tegtmeier ist ab sofort für die Verwaltung und damit auch insgesamt – nachdem ab dem 1. Januar auch das Staatsbad offiziell in der Obhut der Stadt liegt – für rund 200 Mitarbeitende zuständig; 60 davon allein im engsten Verwaltungsbereich der Rathäuser, weitere in Kindertagesstätten, im Jugendzentrum, an Schulen, im Kur- und Tourismusbereich und anderen mehr.

Zunächst möchte Tegtmeier genauer schauen: „Wie ist hier die Verwaltung aufgestellt, wie sind die Prozesse hier in der Verwaltung? Da habe ich bisher wenig Einblick gehabt. Auch wenn ich von außen aus dem politischen Geschehen nah dran bin, weiß ich trotzdem nicht, wie die Verwaltung intern in den Abläufen zusammenspielt. Und das ist etwas, wo ich mich reinfinden muss.“

Tegtmeier: „Aber vor allem erst mal ankommen, erst mal schauen, wie die Menschen arbeiten, und sich dann ein Bild davon machen, wo es vielleicht aus meiner Sicht auch noch Optimierungsmöglichkeiten gibt, wie etwa in der Digitalisierung.“

Sehr schnell kommt auf ihn die harte kommunale Verwaltungsaufgabe und Anforderung der Finanzen seitens der Gremien zu. Darauf hat er sich schon konkret eingestellt: „Mittwoch und Donnerstag haben wir intern die Haushaltsklausur. Und das ist schnell etwas, was nach außen auch zutage tritt, wenn wir in die Finanzausschüsse und Fachausschüsse gehen und die Frage ansteht, welche Themen nächstes Jahr anzusprechen sind.“

Hierbei gebe es Themen, die auf der Hand liegen. „Nach der Landesgartenschau müssen wir da abrechnen und sehen, wie wir den Kurpark weiterhin nutzen. Wie wirkt sich das, was wir jetzt geschaffen haben, aber auch auf das Ganze aus? Also Stichwort Wirtschaftsförderung: die vakante Stelle eines Citymanagers, damit wir in der Innenstadtentwicklung weiterkommen.“


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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