Den großen Wurf im Spitzenspiel gegen Paderborn hat Hannover 96 verpasst. Nun gilt es im Duell mit dem Karlsruher SC die Hausaufgaben gegen ein Team aus dem Mittelfeld zu erledigen, um die Restchancen auf den Aufstieg zu wahren.
Das 1:1 gegen den Tabellenzweiten aus Paderborn war grundsätzlich ein ordentliches Ergebnis. Allerdings gelang es dem SC damit, 96 auf dem Abstand von vier Punkten zu halten. Unwahrscheinlich, dass es dem Team von Hannover-Trainer Christian Titz gelingt, in vier Begegnungen diese Kluft noch zu schließen. So bestehen auch nur noch Restchancen, dass es 96 bis zum Saisonende auf einen direkten Aufstiegsplatz schafft. Zu konstant sind die führenden Teams aus Schalke und Paderborn unterwegs.
Das bewies Paderborn auch im direkten Duell am vergangenen Wochenende mit den „Roten“. Die kamen zwar besser in die Begegnung und bauten gegen die Gäste aus Paderborn zunehmend Druck auf. Hochkarätige Chancen blieben allerdings selten, weil der SC sehr konzentriert verteidigte. Mit dem Pfostentreffer von Waniss Taibi und der Möglichkeit von Daisuke Yokota war Hannover jedoch deutlich dichter an der Führung als die Gäste.
Trotzdem war es Paderborn, das in der 39. Minute durch Felix Götze das 1:0 markierte. 96-Innenverteidiger Virgil Ghita war ein Fehlpass unterlaufen, der zu einer Ecke gegen Hannover führte. Eigentlich hätte es diese wegen einer Abseitsstellung nicht geben dürfen. Zudem wurde 96-Torhüter Nahuel Noll beim Klärungsversuch in der Luft gestoßen, zumindest fragwürdig, dieses nicht als Foul zu werten.
96 versuchte weiterhin Druck aufzubauen, nun verzeichnete jedoch Paderborn zwei gefährliche Abschlüsse. Es war schließlich der eingewechselte Außenbahnspieler Mustapha Bundu, der den Bann gegen die gut organisierten Paderborner brach. Er schlug eine genau platzierte Flanke in den Strafraum der Gäste. Mittelstürmer Benjamin Källmann war zur Stelle, löste sich im Sprint von seinen Bewachern und wuchtete den Ball per Kopf ins Netz zum 1:1.
Hannover setzte auf Sieg und drängte auf einen weiteren Treffer. Gefährlicher wurden in der Schlussphase jedoch die gut aufgelegten Paderborner. Das 1:1 spiegelte den Spielverlauf weitgehend wider.
Das Restprogramm sieht für 96 nun noch vier Partien gegen Teams aus dem Tabellenmittelfeld und der Abstiegsregion vor. Begegnungen, in denen 96 im bisherigen Saisonverlauf zu viele Punkte liegenließ. Dies gilt es diesmal besser zu machen, um noch auf den Platz für die Aufstiegsrelegation (oder mit viele Glück noch weiter nach oben) zu springen.
Los geht es mit dem Auswärtsspiel in Karlsruhe (Samstag, 13 Uhr). Der KSC unterlag zwar zuletzt bei der SV Elversberg mit 0:3 deutlich, ist daheim aber stärker als auswärts. Die Platzherren sind in der Defensive anfällig, es ist anzunehmen, dass die 96er mit ihrer Spielstärke zu Chancen kommen. Diese gilt es dann auch konsequent in Tore umzumünzen.
Abwehrspieler Maik Nawrocki wird gegen den KSC nach seiner Leistenverletzung kaum schon wieder zur Verfügung stehen.
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