Zwar hat die Profimannschaft von Hannover 96 im Aufstiegskampf bei der Partie in Bochum wieder Punkte liegenlassen, kann sich jedoch weiterhin Chancen auf die Erste Bundesliga ausrechnen. Am letzten Spieltag (Anpfiff, Sonntag um 15.30 Uhr) wartet nun ein packendes Saisonfinale, bei dem die 96er aus eigener Kraft im Duell mit Nürnberg Tabellenplatz drei sichern können.
Hannover auf Rang drei, Elversberg auf Platz zwei sowie der Vierte aus Paderborn stehen mit jeweils 59 Punkten in der Tabelle nahezu gleichauf. So wartet am Sonnabend ab 15.30 Uhr ein Herzschlagfinale auf die Fans. Gewinnt 96 sein Heimspiel gegen Nürnberg, wird sich die Mannschaft mit aller Wahrscheinlichkeit Platz drei sichern. Damit würden die „Roten“ in die Relegation gehen und gegen einen Erstligisten um den Aufstieg kämpfen. Patzt Elversberg und spielt nur Unentschieden, würde Hannover sogar auf Platz zwei springen. Allerdings könnte die Mannschaft von Trainer Christian Titz auch noch auf Rang vier zurückfallen.
96 hat zuletzt zwei Chancen vermasselt, die seine Aussichten im Aufstiegsrennen enorm verbessert hätten. Erst kamen die Mannen von Trainer Christian Titz gegen Schlusslicht Münster über ein Unentschieden nicht hinaus. Nun folgte ein 1:1 bei den heimstarken Bochumern. Ärgerlich auch hier, dass die „Roten“ nach einem Vorsprung noch einen Punkt abgaben.
Titz räumte nach der Begegnung ein, dass es seinem Team an Durchschlagskraft gefehlt habe. Die „Roten“ hatten gegen die geschickt verteidigenden Bochumer zwar viel Ballbesitz. Wirklich gefährlich wurden die Hannoveraner aber zu selten, während Bochum abwartend spielte. Mit 0:0 ging es nach einer Halbzeit mit wenigen Höhepunkten in die Pause.
Titz brachte mit Kolja Oudenne und Elias Saad neue Kräfte zur Halbzeit. Tatsächlich kam 96 nun öfter in gefährliche Zonen. Maik Nawrocki lief geschickt ein und köpfte eine Flanke von Saad zum 1:0 für 96 in die Maschen. 96 verpasste es jedoch, die Schlagzahl hochzuhalten. Bochum nutzte dies, um zurückzuschlagen. Farid Alfa-Ruprecht zielte genau und traf zum 1:1 für die Platzherren. Titz meinte später, hätte 96 die Führung etwas länger gehalten, wäre seine Mannschaft auch als Sieger vom Platz gegangen.
So lief 96 wieder an, erarbeitete sich jedoch insgesamt zu wenig Möglichkeiten. Während die Bochumer im Konter gefährlich blieben. Es blieb beim Unentschieden.
In der Hinserie spielte 96 ebenfalls gegen Münster und Bochum unentschieden, um anschließend in Nürnberg zu unterliegen. Ein Szenario, dass 96 in der Rückrunde unbedingt vermeiden sollte. Ein Sieg muss im eigenen Stadion gegen Nürnberg her, um Platz drei sicher in der Hand zu halten. Nürnberg steht im Mittelfeld, schlug am vergangenen Wochenende allerdings Tabellenführer Schalke mit 3:0. Der jungen Mannschaft von Trainer Miroslav Klose fehlt es an Konstanz, an guten Tagen kann sie jedoch beeindruckend auftrumpfen.
Trainer Titz steht mit Benjamin Källmann voraussichtlich nur ein gelernter Stürmer zur Verfügung. Möglicherweise rückt ein Akteur aus dem Reserve-Team in den Kader.
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