Die Diskussion um die Sportanlagen in der Samtgemeinde Nenndorf geht weit über die Frage eines Kunstrasenplatzes hinaus. In Gesprächen mit dem Jugendförderverein Nenndorf und dem VfL Bad Nenndorf wurde deutlich, dass die gesamte Sportinfrastruktur auf den Prüfstand gehört. Der VfL Bad Nenndorf, einer der größten Vereine im Landkreis mit über 1.900 Mitgliedern, und die Schulen der Region stoßen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen.
Die steigenden Mitglieder- und Schülerzahlen machen deutlich, dass der Handlungsbedarf in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Auf der Kreissportanlage mussten bereits Teile der Leichtathletikanlage gesperrt werden. Zudem gibt es dringenden Bedarf an zusätzlichen Trainings- und Spielflächen, Lagerkapazitäten sowie modernen Umkleide- und Sanitäranlagen.
Aus eigener Erfahrung als ehemaliger Fußballtrainer weiß ich, wie wichtig gute Sportstätten für die Entwicklung von Vereinen und die Förderung von Kindern und Jugendlichen sind. Ein Kunstrasenplatz kann hier wertvolle Rahmenbedingungen schaffen. Sportvereine sind unverzichtbar für die Samtgemeinde, da sie Gesundheit, Gemeinschaft und Integration fördern und wichtige Aufgaben in der Betreuung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen übernehmen.
Es ist entscheidend, ein langfristiges und gemeinsames Konzept zu entwickeln, das die tatsächlichen Bedarfe ermittelt, Prioritäten setzt und Fördermöglichkeiten nutzt. Die Weiterentwicklung der Sportstätten ist keine Luxusinvestition, sondern eine notwendige Investition in die Zukunft der Samtgemeinde Nenndorf.