Am Donnerstag, dem 3. September, veranstaltet der Nabu Stadthagen/Niedernwöhren eine Fledermausnacht, verbunden mit Erläuterungen zur Bedeutung alter Bäume für die Tiere. Sie beginnt um 19 Uhr in der Zehntscheune in Stadthagen.
„Alte Stadtbäume sind weit mehr als nur prägende Elemente des Stadtbildes. Sie spenden Schatten, verbessern das Mikroklima und bieten zugleich einen unverzichtbaren Lebensraum für zahlreiche Tierarten“, so der Nabu in einer Pressemeldung. Besonders Fledermäuse seien auf alte, strukturreiche Bäume angewiesen, da diese im Laufe der Jahrzehnte Höhlen, Spalten und Rindentaschen entwickeln, die als sichere Quartiere dienen.
Der Baumexperte Torsten Kreuter erläutert im Rahmen der Fledermausnacht des NABU Stadthagen/Niedernwöhren, warum der ökologische Wert eines Baumes mit seinem Alter stetig zunimmt. Während junge Bäume kaum geeignete Verstecke bieten, entstehen in alten Exemplaren komplexe Lebensräume. Sie werden sowohl als Tagesversteck als auch als Wochenstube für Fledermäuse genutzt.
Nach dem Vortrag in der Zehntscheune sind die Teilnehmenden zu einer nächtlichen Exkursion eingeladen. Mit Hilfe von Ultraschalldetektoren werden die für das menschliche Ohr nicht hörbaren Rufe der Fledermäuse sichtbar gemacht. „So lässt sich eindrucksvoll erleben, welches verborgene Nachtleben sich in den alten Bäumen und über den Dächern der Stadt abspielt“, so der Nabu.