Weißstörche ziehen auf Schornstein ein | Schaumburger Wochenblatt

28.04.2026 13:23

Weißstörche ziehen auf Schornstein ein

Zwei Störche haben den Nestbau auf einem Schornstein auf dem ehmaligen Casala-Gelände gestartet- (Foto: privat)
Zwei Störche haben den Nestbau auf einem Schornstein auf dem ehmaligen Casala-Gelände gestartet- (Foto: privat)
Zwei Störche haben den Nestbau auf einem Schornstein auf dem ehmaligen Casala-Gelände gestartet- (Foto: privat)
Zwei Störche haben den Nestbau auf einem Schornstein auf dem ehmaligen Casala-Gelände gestartet- (Foto: privat)
Zwei Störche haben den Nestbau auf einem Schornstein auf dem ehmaligen Casala-Gelände gestartet- (Foto: privat)

Ein Weißstorch-Paar hat sich in Lauenau niedergelassen und den Bau eines Nests begonnen. Die beiden Vögel suchten sich als Standort einen Schornstein auf dem ehemaligen Casala-Gelände im Zentrum des Fleckens aus.

Bernd Ellersiek von Nabu-Rodenberg ordnete dazu ein: „Störche lieben den Überblick und suchen sich normalerweise den höchsten und somit
besten Aussichtspunkt aus.“ Insofern überrascht die Auswahl des Standorts auf dem Schornstein nicht. Allerdings sei das in Lauenau das bisher einzige Storchennest in der Samtgemeinde Rodenberg, so der Nabu in einer Pressemeldung.
Der Nabu stelle allerdings Überlegungen an, fertige Storchennester anzubieten. Weißstörche seien in der letzten Zeit häufiger beobachtet worden an der Rodenberger Aue und auf den umliegenden Wiesen. Im Landkreis habe sich eine größere Storchen-Population in der Region Sachsenhagen/Steinhuder Meer entwickelt. „Vielleicht ist der Bau in Lauenau auch bedingt durch einen Verdrängungs-Wettbewerb“, so Bernd Ellersiek. Möglicherweise würden die Nistplätze im Raum Sachsenhagen knapp.
Störche würden einen Radius von rund 1 bis 2 Kilometern an geeigneten Flächen (Grünland, Weiden) rund um ihr Nest für die Nahrungssuche benötigen. Einige würden aber auch in größerer Distanz zu ihrem Nest jagen.

Nicht füttern

Der „Sympathieträger“ Weißstorch sei streng geschützt, entsprechend dürfen seine Nester auch nicht ohne Genehmigung entfernt werden.
Die Vögel seien als hartnäckig bekannt, wenn es um die Besiedlung eines neuen Brutplatzes gehe. Insofern können sich die Lauenauer Hoffnung auf einen dauerhaften Verbleib der gefiederten Nachbarn machen. Als Traditionalisten würden diese normalerweise auch dorthin zurückkehren, wo sie vor dem Winter nisteten. Auf ein Füttern sollte verzichtet werden. Dieses könnte das natürliche Verhalten beeinflussen und die Vögel in Abhängigkeit führen.
Weißstörche suchen die Nähe des Menschen, so etwa beim Brüten auf Dächern. Ebenso profitieren sie bei der Nahrungssuche, wenn sie auf frisch gemähten Wiesen hinter Traktoren jagen. Sie brauchen einen Lebensraum mit offenen Landschaften wie Flussniederungen und extensiv genutzten Wiesen und Weiden oder Kulturlandschaften mit nahrungsreichen Kleingewässern.
„Hoffentlich ist die glatte Metallplatte oben auf dem Schornstein im Sommer bei hohen Temperaturen kein großes Problem während der Brutzeit“, so Bernd Ellersiek.
Foto: privat


Bastian Borchers
Bastian Borchers
Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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