Wilhelm Busch ist vielen als Meister der Bildergeschichten bekannt, doch seine Leidenschaft für Märchen ist weniger geläufig. Die neue Sonderausstellung „Wasserneck und Menschenfresser – Märchen anders erzählt“ im Wilhelm Busch Geburtshaus beleuchtet ab dem 15. April 2026 diese unbekannte Seite des Künstlers.
Busch sammelte und adaptierte Märchen, verfasste Kunstmärchen und ließ sich von typischen Märchenmotiven inspirieren. Wenige wissen, dass er das Skript für ein Märchen-Kostümfest und das Libretto für ein „Hänsel und Gretel“-Singspiel schrieb. Fotos und Briefe belegen seine kreative Arbeit.

Carl und Theodor Colshorn

Die Ausstellung zeigt nicht nur Buschs Werke, sondern auch die von anderen Sammlern wie Carl und Theodor Colshorn. Besucher können märchenhafte Objekte, Illustrationen und Mitmachelemente entdecken. Moderne Märchenvarianten aus Film und Computerspiel ergänzen die Schau.

Buschs originelle Märchen-Variationen führen als Leitmotiv durch die Ausstellung. Hier begegnen Besucher Märchen, die von den Brüdern Grimm oder Disney abweichen. Eine Hexe mit einem Menschenfresser als Ehemann oder ein magischer Totenschädel in der russischen Schneewittchen-Version sind nur einige der Überraschungen.
Zur Eröffnung am 15. April um 14 Uhr hält Dr. Julian Auringer einen Einführungsvortrag. Danach können Besucher die Ausstellung im Obergeschoss erkunden. Der Zugang ist nicht barrierefrei.
Die Ausstellung im Wilhelm Busch Geburtshaus, Hauptstraße 68a, 31719 Wiedensahl, ist ab dem 15. April 2026 zu sehen. Alle Bildrechte liegen bei der Museumslandschaft Wilhelm Busch Wiedensahl e.V.