Die Vorbereitungen zur Landesgartenschau (LaGa) in Bad Nenndorf stehen in der Endphase, die durch das winterliche Wetter zusätzlich spannend ist. Immerhin erwarten die Veranstalter eine beachtliche Resonanz mit etwa 500.000 Gästen, über die gesamte Laufzeit zwischen dem 29. April und 18. Oktober 2026.
Folgt man diesen Erwartungen, dann scheint die Vorfreude in der Region riesig zu sein, angesichts der hohen Vorverkaufszahlen. Weniger kalkulierbar ist die Anzahl der Tagesgäste und deren Anreiseformen, über den gesamten Zeitraum der LaGa von 173 Tagen. Wie viele kommen mit dem Pkw, der Bahn oder zu Beispiel mit dem Reisebus? Die Verkehrsströme müssen mit dem allgemeinen Verkehrsaufkommen gemeinsam geleitet werden.
Entsprechende Planungen stehen, bestätigt André Lutz aus der Stadtverwaltung, auf Nachfrage. Mit Zusatzschildern der Landesgartenschau, auf den bestehenden Wegweisern, werde der Verkehr demnach aus allen Richtungen zum neu eingerichteten Großparkplatz an der B65 geleitet.
Innerhalb des Ortes stehen keine speziellen Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
„Die Besucher werden zu diesem Großparkplatz geleitet, unabhängig davon, aus welcher Richtung sie anreisen. Dort gibt es auch grundsätzlich auskömmliche Kapazitäten. Für besondere Tage, wenn extrem viel los ist, stehen außerdem Ausweichflächen zur Verfügung.“
Um einen Parksuchverkehr innerhalb des Ortes zu vermeiden, würden an den Ortseingängen weitere Schilder postiert, „die deutlich machen, dass in der Innenstadt keine Parkplätze für Lagerbesucher zur Verfügung stehen. Auch wenn es nicht völlig auszuschließen ist, dass es zu einem Parksuchverkehr kommen kann“.
Zur Unterstützung dieser Maßnahme werden in der Innenstadt alle Parkflächen und -streifen Zeitbegrenzungen erhalten, die ein Parken nur bis zu drei Stunden mit Parkscheibe erlaubt. „Alle Parkflächen, sowohl des Großparkplatzes der LaGa als auch innerhalb der Stadt bleiben gebührenfrei“, betont Lutz.
Das Parkleitsystem beginnt „bereits jetzt, sukzessive“. Die Maßnahmen an Autobahnen und Bundesstraßen wurden an ein Fachunternehmen dazu übertragen. Lutz: „Mit dem Bauhof könnten wir das an diesen Straßenformen nicht allein umsetzen.“
Diese Firma habe auch die behördliche Antragstellung übernommen. Ihre Beschilderung würde ein paar Tage vor Beginn der LaGa installiert. „Im Stadtgebiet sind wir mit der Beschilderung der Dreistundenregelung nach und nach dabei. Größtenteils sicherlich im März.“
Diese stadtinterne Parkzeitbegrenzung habe auch auf Anwohner, Gewerbetreibende, Arztpraxen u.s.w. Auswirkungen, die bisher unbegrenzt auf gewissen Flächen stehen durften. „Wir bieten hierbei die Möglichkeit an, Parkausweise mit Ausnahmegenehmigung zu beantragen“. Dazu wurde ein entsprechendes digitales Verfahren für die Antragsteller eingerichtet.
Wurden auch Szenarien für besonders hohes Verkehrsaufkommen auf der B65 bedacht, um Staus zu vermeiden? – Lutz: „Ja, durchaus. Dazu führten wir Gespräche zwischen dem Veranstalter, der Stadt und der Polizei, bei denen wir alle möglichen Szenarien durchgesprochen haben. Entschieden wurde hierbei, dass der Verkehr, wenn er tatsächlich zu stark werden würde und ins Stocken gerät, mit einer Ampelschaltung die Zufahrt in Richtung Großparkplatz gesperrt werden würde.“