„Das kann nicht sein. Die Schausteller erwarten von uns, dass wir denen die Stadtmitte quasi knapp eine Woche offen halten, damit sie mit ihren Buden und Fahrgeschäften bequem an ihre Standorte kommen und wir sehen es nur als fair an, in Gegenleistung dazu Abmachungen auch in Bezug auf die Öffnungszeiten am Dienstag einzuhalten”, so Heilmann. Kritik gibt es von ihm auch in Bezug auf die Vielfalt bei den Buden. „Eine Schießbude hat zum Beispiel gefehlt. Das ist ein Klassiker, der gehört nun einmal auf einen Jahrmarkt”, ist der Stadtdirektor überzeugt. Wenn die angestammten Schausteller mit ihren Beziehungen in der Branche nicht für eine solche Bude sorgen könnten, müsse sich die Stadt eben in Zukunft selbst darum kümmern, die traditionellen Buden oder Fahrgeschäfte nach Rodenberg zu bekommen. Auch Heilmann war ein Dorn im Auge, dass die Marktmeile in der Langen Straße am Dienstag erhebliche Lücken aufwies. 19 angemeldete Stände oder Buden hätten gefehlt, hat Ingo Heuser im Nachhinein ermittelt. „Allein sieben Vereine und Gewerbevertreter aus Rodenberg konnten aufgrund von Personalnöten den angemeldeten Standplatz nicht halten. „Da hätte man sich doch zusammentun können”, glaubt der Stadtdirektor. 106 laufende Meter an Standfläche waren nicht besetzt. Gefehlt haben unter anderem eine „Kartoffelpuffer”- Bude und ein Schausteller, der Schmalzgebackenes anbieten wollte. Zum Teil waren Anbieter auch wegen der schlechten Wetterlage gar nicht erst in die Deisterstadt gereist, trotz einer verbindlichen Zusage an den Marktmeister. So große Lücken wie diesmal soll es im nächsten Jahr nicht mehr geben. Die Marktmeile solle „kompakter” gestellt werden. Foto:pd