Immerhin hatten die Kirchengemeinden insgesamt zehn Pastoren entsandt, die am Ende dann exakt 47 junge Leute zwischen null und elf Jahren tauften. Direkt an der Weser waren sechs Taufstellen pittoresk in die saftige Flusslandschaft gebaut worden. Da kann der Jordan vermutlich zumindest optisch kaum mithalten. Zuvor hatten die diensthabenden Seelsorger Wasser gefasst - das zwar ursprünglich tatsächlich direkt aus der Weser kam, dann allerdings durch chemische Behandlung von möglichen Keimen befreit worden war. Das Wasser war sinnigerweise den ganzen schwülen Tag über ausgesprochen präsent, und das nicht nur auf den geweihten Häuptern der Kinder und als Durstlöscher auf den langen Tischen: Bereits am Morgen hatte Petrus ein bisschen geplätschert, dann aber Milde walten lassen und die Schleusen bald wieder geschlossen. Und schließlich, passt auch, kamen viele der Besucher über das Wasser: Chauffiert von THW-Booten, die zwischen der „Insel” und dem Anleger am Weseranger-Parkplatz hin und her pendelten.
Den vielen Gästen und Angehörigen hat die Feier offenbar gefallen: Die meisten blieben auch nach dem Gottesdienst und der Taufzeremonie auf der grünen Wiese, wo alltags in der Regel Kühe grasen, bedienten sich mit Kaffee, Kuchen, Gegrilltem und ließen sich mit flotter Musik berieseln. Foto: km