In der vergangenen Woche sorgte die Altkleidersammlung des Vereins „Quo Vadis - vereinte Jugend- und Altenhilfe” für Unruhe im Schaumburger Land. Der Tierschutzverein Stadthagen vermutet,Quo Vadis fänge unter dem Vorwand einer Kleidersammlung Katzen. Dieser Verdacht konnte von der Stadthäger Polizei bislang nicht bestätigt werden. „Die Verbindung von verschwundenen Katzen und der Tätigkeit des Sammelvereins lässt sich nicht herstellen. Alle Überprüfungen verliefen bisher negativ, das heißt es besteht kein begründeter Verdacht”, sagt Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizei in der Kreisstadt. Von Seiten des Tierschutzvereins waren Vorwürfe über nicht zugelassene Fahrzeuge mit abgedunkelten Scheiben eingegangen, die nachts unterwegs seien, doch konnte die Polizei auch diese Vorwürfe nicht untermauern. So gaben die Personen und der Lkw keinen Grund zur Beanstandung. Es befanden sich ordnungsgemäße Kennzeichen am Fahrzeug, auch die Scheiben waren nicht beklebt. Des Weiteren ergab die Durchsuchung des Klein-Lkw keine Hinweise auf Fangvorrichtungen, Köder, Fallen oder andere verdächtige Gegenstände. Ein anderes Thema sei allerdings die rechtliche Betrachtung der reinen Altkleidersammlung des Vereins, so Bergmann. Das Land Rheinland-Pfalz habe ein Verbot ausgesprochen, unter der Nennung des Vereins Sammlungen durchzuführen. In Niedersachsen sei am 1. Januar 2007 das Niedersächsische Sammlungsgesetz aufgehoben worden. Alle Erlaubnisse und Nebenbestimmungen hätten damit ihre Gültigkeit verloren. Die Polizei rät deshalb, Altkleider an bekannten Sammelstellen, wie bei DRK, abzugeben.