Der Ausschuss für Klima- und Umweltschutz der Stadt Stadthagen hat sich dafür ausgesprochen, die Planungen für den Bereich Hochwasserschutz auch ohne Förderung weiter voranzutreiben. Zudem soll die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden gesucht werden.
In der Vergangenheit ist Anwohnern in bestimmten Teilen der Kreisstadt immer wieder Wasser und Schlamm über die Grundstücke oder in die Keller geflossen. Hier Abhilfe zu schaffen ist schon lange das Ziel, die teuren und mit verschiedenen Grundstückseigentümern abzustimmenden Maßnahmen verzögerten sich jedoch immer wieder.
Ein Rückschlag war zudem, dass die beantragte Förderung für den Hochwasserschutz abgelehnt worden war. Der zuständige Fachausschuss empfahl nun einstimmig, trotzdem weiter in die Planungen einzusteigen. Um einen weiteren Zeitverzug zu vermeiden, will das Verwaltungsteam hier bereits weiter arbeiten anstatt zunächst auf einen Beschluss für einen anderen Förderantrag zu warten. 250.000 Euro waren in den Vorjahren für das Thema in den Haushalt eingestellt werden und können nun zu diesem Zweck genutzt werden. So können weitere grundlegende Vorbereitungen für die Umsetzung erledigt werden, wie etwa die Vor- und Entwurfsplanung.
Dies erhöhe später die Chancen auf eine Förderung, so die Verwaltung. Die Ausschussmitglieder stimmten zu. Es ist fest davon auszugehen, dass der Rat den Empfehlungen des Ausschusses folgt und beschließt, die Ausschreibung für die Planungen auch ohne Förderung zu starten.
Zudem folgte das Gremium der Empfehlung der Verwaltung eine Hochwasserpartnerschaft anzustreben. Das Ziel einer solchen Zusammenarbeit zwischen benachbarten Kommunen ist es, die Planungen und Maßnahmen im Hochwasserschutz über die Gemeindegrenzen hinweg aufeinander abzustimmen. Neben anderen Gemeinden könnte in eine solche Kooperation auch der Landkreis, Verbände und Fachbehörden eingebunden werden. Eine solche Zusammenarbeit erhöhe zudem die Chance auf Förderung, so die Verwaltung.