Greuel hatte den Rundgang angeregt, um die Stadthäger Innenstadt noch fahrradfreundlicher zu gestalten. „Der Kunde muss mit dem Fahrrad möglichst bis direkt vor das Geschäft fahren können. Dann kann das Fahrrad seinen Vorteil gegenüber dem Auto ausspielen”, plädierte Greuel für Abstellplätze in möglichst zentraler Lage. Der Einkauf mit dem Velo müsse bequemer werden, als der mit dem Auto. So ließe sich im täglichen Verkehr viel CO2 einsparen.
Manfred Fellmann erklärte, dass sich im Bereich der Fußgängerzone 164 öffentliche Fahrradstellplätze befänden. Die Stadt unterstütze die Zielrichtung, die Innenstadt noch fahrradfreundlicher zu machen. Mit dem Ausbau des Radwegenetzes investiere sie bereits bedeutende Summen zu diesem Zweck. Im Bereich des Marktes und der Fußgängerzone Platz für Fahrradständer zu finden, sei jedoch ausgesprochen schwierig. „Hier haben wir eine vielfältige konkurrierende Nutzung”, erklärte Fellmann. Es werde Raum für die Anlieferung von Waren, für die Fußgänger, die Marktstände und die Fußgänger benötigt.
Eine günstige Möglichkeit machte das Trio jedoch hinter der Marktpassage aus. Hier könnten etwa ein oder mehrere Autoparkplätze weichen, um Platz für das Abstellen von Zweirädern zu schaffen, so Fellmann. Direkt neben der Tiefgarage sei es auch denkbar, eine Überdachung oder abschließbare Boxen für die Drahtesel aufzustellen. Allerdings müssten vor einer solchen Maßnahme Gespräche mit dem Grundbesitzer aufgenommen werden und der zuständige Ratsausschuss müsse seine Zustimmung geben. Ebenso könnten einzelne Bügel etwa an der Seite des Alten Rathauses gegenüber der Buchhandlung montiert werden.Foto: bb