Referent Andreas Stoller rechnete dem Gemeinderat den Aufwand der gegenwärtigen Quecksilberdampflampen vor. Sie verbrauchen pro Stück 125 Watt. Die neue Technik auf Natriumbasis erfordere bei gleicher Lichtausbeute nur noch 70 Watt. Er empfahl deshalb eine einmalige, rund 4000 Euro teure Komplettwartung, bei der zugleich alle Leuchtmittel ausgetauscht würden. Die weitere Umrüstung kompletter Leuchtenköpfe würde bis zu 15.000 Euro kosten. Der finanzielle Aufwand amortisiere sich durch geringeren Stromverbrauch in etwa vier Jahren. Erst danach sei eine neue Komplettwartung denkbar.
Zusätzlich könnte eine Dimmtechnik für verkehrsarme Zeiten wie zum Beispiel zwischen 20 und 6 Uhr kommen, die weitere Einsparungen ermögliche. Die Kosten für jede Schaltstelle belaufen sich auf 800 bis 2000 Euro. Dies könne eine Alternative zu einem kompletten nächtlichen Abschalten sein. „Das kommt für uns ohnehin nicht in Frage”, warf Bürgermeisterin Gerlinde Mensching ein, „das Thema ist für Pohle durch”.
Stoller wies darauf hin, dass sich die Gemeinde vor einer technischen Umstellung des Lampensystems nicht verschließen könne: „Für Quecksilberdampflampen gibt es ein Vertriebsverbot ab 2015.” Zudem versprechen die neuen Natriumbirnen eine vierfache Lebensdauer.
Kritische Fragen kamen aus dem Rat zum Entwicklungsstand für Leichtdioden, die als Technik der Zukunft auch für die Straßenlampen gelten. Dafür seien die Kosten momentan noch zu hoch, meinte Stoller. Er sah die aufgezeigte Lösung als „die wirtschaftlichste” an.
Eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise will der Rat erst in seiner nächsten Sitzung treffen. Bis dahin muss er auch nachdenken, ob er künftig dem Stromversorger den laufenden Reparaturaufwand überträgt. Bislang leistet dies die örtliche Feuerwehr. Doch davon wollten die E.on-Vertreter nichts wissen: Wenn es zu einem Vertrag komme, könnten nicht „zwei an einem Gewerk” tätig sein.