(pd). Der Bau einer Turnhalle in Algesdorf ist nicht unumstritten. Das merkte man auch bei der jüngsten Sitzung des Rates der Samtgemeinde Rodenberg im Restaurant „Zum Alten Friedrich” in Apelern. Neben den Aktiven Demokraten sprach sich auch der SPD-Fraktionssprecher Peter Friedrichkeit mit deutlichen Worten gegen den Bau aus.
Friedrichkeit widmete dem Hallenbau einen ganzen Absatz in seiner Haushaltsrede. „Einen zusätzlichen Bedarf anzumelden ist die eine Seite der Medaille, die Investitions- und Folgekosten sind die andere Seite”, so der SPD-Ratsherr aus Rodenberg. Er sieht die Stadt Rodenberg durch den Bau in ein „finanzielles Abhängigkeitsverhältnis zum Landkreis” geraten. „Wird dieser eine neue Halle am Schulzentrum bauen?”, stellte er die Frage in die Runde. Wenn ja, werde der Landkreis nur eine Zweifeldhalle bauen. „Wäre es nicht sinnvoller gewesen, die Kreissporthalle im Jagdgarten zu renovieren und zusammen mit dem Landkreis zu einer wettkampffähigen Großsporthalle zu erweitern?”, führt er fort.
Optimal wäre nach seiner Auffassung gewesen, eine gemeinsame Dreifeldhalle im der Bereich der IGS zu bauen. „Zumal für den organisatorischen Betrieb einer Ganztagsschule dringend Sportflächen benötigt werden”. Damit wäre nach Einschätzung Friedrichkeits sowohl den Vereinen als auch den Schulen geholfen. „Die genannten Gründe veranlassen mich, wohl dem Gesamthaushalt zuzustimmen, aber bei späteren Einzelentscheidungen zur Algesdorfer Sporthalle mit nein zu votieren”, erklärte der SPD-Politiker.
Matthias Schellhaus von den Aktiven Demokraten sprach sich ebenfalls gegen den Hallenbau aus. „So ein Ballhaus gehört da nicht hin”, kritisierte der Ratsvertreter. Eine Turnhalle würde ins Zentrum gehören. Er bezweifelte auch die Auslastung der Halle. Diese würde nach seinem Ermessen bei maximal sechs Stunden pro Tag liegen. Außerdem befürchtet er, der Landkreis würde das Projekt als „Demotivation” für den Bau einer Kreishalle in Rodenberg ansehen. „Das Geld können wir viel besser verwenden”, so seine deutliche Meinung.