Natürlich konnte man gegen die Stuttgarter mit ihrem starken Kader keine Punkte einplanen. Vielen Anhängern der „Roten” ging nach der Partie ein ähnlicher Satz durch den Kopf: „Gegen den VfB Stuttgart kann man verlieren, aber doch nicht mit einem so leblosen Auftritt die Punkte herschenken.” Dabei hätte 96 dem VfB an diesem Tag kurz nach der Champions-League-Lehrstunde in Barcelona durchaus beikommen können. Die Schwaben trugen ihre Angriffe wenig phantasievoll vor. 96, bei dem Arnold Bruggink den verletzten Elson ersetzte, kam so zu Beginn der Begegnung kaum in Gefahr, obwohl die Mannschaft schon zu diesem Zeitpunkt wenig zupackend spielte.
In der 36. Minute war es dann Stuttgarts Aljaksandr Hleb, der den jungen Manuel Schmiedebach am Flügel stehen ließ und Stürmer Ciprian Marica bediente. Der traf per Kopf zum 1:0 für die Gastgeber. Fortan machten die 96er nicht mehr den Eindruck, die Begegnung drehen zu können. Kein Spieler mit Ausnahme des guten Torwarts Florian Fromlowitz und des später für Schmiedebach eingewechselten Steven Cherundolo erreichte Normalform. So passte es ins Bild, dass das 0:2 wiederum durch Marica mit einem peinlichen Patzer in der 96-Viererkette durch einen Fehlpass von Hannovers Christian Schulz vorbereitet wurde. Weil sich 96 nicht aufbäumte, konnten die Stuttgarter das Ergebnis im Schongang verwalten und hätten sogar noch weitere Treffer erzielen können. Doppelt bitter ist die Niederlage für Hannover, weil fast alle anderen Teams aus dem Tabellenkeller punkteten. Gegen den 1. FC Köln am kommenden Wochenende steht das Team von Trainer Mirko Slomka nun wieder unter immensem Erfolgsdruck. Foto: bb