Ralf Sassmann von der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR) hat als deren Spitzenkandidat 766 Stimmen einheimsen können. Der SPD-Spitzenkandidat Hans-Dieter Brand konnte 553 Wähler überzeugen, der amtierende CDU-Bürgermeister Günter Altenburg verbuchte 509 Stimmen auf sein Konto.
Verhalten enttäuscht war die Reaktion des SPD-Ortsvorsitzenden Hans-Dieter Brand und des CDU-Vorsitzenden Erhard Steege am Ende des langen Wahlabends. Sie hatten sich schon mehr für ihre Parteien erhofft, keine Frage.
Enttäuscht zeigte sich auch Volker Dahle von den Aktiven Demokraten, die etwas mehr als sechs Prozent der Stimmenanteile auf sich verbuchen konnten und damit einen Sitz im Stadtrat eingebüßt haben. Bei den Liberalen schaffte Marlies Berndt-Büschen gerade eben den Einzug in das Gremium, mit 2,1 Prozent der Stimmen.
Mehr als zufrieden ist Ralf Sassmann mit seinem Abschneiden. Er sieht die Gründe dafür vor allem in der engagierten Arbeit an der Basis „Uns haben die Leute wahrgenommen”, so seine Überzeugung. Ganz erfreut ist er darüber, mit Martina Böhm eine weitere Expertin für den Bereich „Jugend und Soziales” aufbieten zu können. Denn auf diesem Gebiet möchte sich die Wählergemeinschaft auf Stadtebene auch in Zukunft stark einbringen. Der von den Wählergemeinschaften in der Samtgemeinde propagierte Wahlslogan „Bürgernah und Bekannt” habe sich bewährt, so Sassmann.
Und obwohl er sich im Wahlkampf nie eindeutig als Bürgermeisterkandidat empfohlen hatte, kann sich der Bezirksschornsteinfegermeister durchaus vorstellen, dieses Amt in der Deisterstadt zu bekleiden. „Ich stehe zur Verfügung”, bekennt sich Sassmann. Natürlich müssen in den nächsten Wochen Gespräche mit CDU, Aktiven Demokraten und FDP geführt werden. „Wir werden sehen, was dann wird”.
Neue Gesichter hat der Rat der Stadt aufzubieten, der im November zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen wird. Neu dabei sind unter anderem Anja Niedenzu und Uwe Märtens von der SPD sowie Matthias Herfurt und Christel Oberheide für die CDU. Für die Aktiven Demokraten hält Sebastian Klein die Stellung.
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