96 bekommt es am Sonntag im Duell gegen den Tabellenzweiten aus Elversberg mit einem Angstgegner zu tun. Ein Sieg über die Saarländer gelang Hannover noch nie, es wird jedoch höchste Zeit, diese Negativserie zu brechen.
Wenn die Mannschaft von Hannover-Trainer Christian Titz im eigenen Stadion einen „Dreier“ holt, würde sie an Elversberg in der Tabelle vorbeiziehen. Mit einem solchen Überholmanöver würden sich die „Roten“ in eine günstige Position bringen für den Endspurt im Aufstiegskampf in die Erste Bundesliga. Tatsächlich sind die „Roten“ bisher die erfolgreichste Rückrundenmannschaft. Sie haben also Grund, mit Selbstvertrauen in das knifflige Spitzenduell zu gehen.
Allerdings kam dem Titz-Team der spielerische Glanz in den vergangenen Partien etwas abhanden. Ein Beispiel ist der im Derby gegen Braunschweig erkämpfte 1:0-Sieg vor der Länderspielpause. Hannover kam besser in die Begegnung und näherte sich dem Braunschweiger Kasten an. Mit der Zeit gelang es der Eintracht jedoch, sich aus der Umklammerung zu befreien. Es entwickelte sich eine umkämpfte, von vielen Zweikämpfen und Pressing-Situationen geprägten Begegnung. Schließlich erwischten die „Roten“ die Braunschweiger jedoch in einem unachtsamen Moment. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf fand Teitur Thordarson per Flanke den unbedrängten Maik Nawrocki, der den Ball per Kopf zum 1:0 ins Tor beförderte. Braunschweig trat nun noch einmal aufs Gas. 96 hatte Schwierigkeiten, sich aus der Defensive zu befreien, ermöglichte allerdings auch dem Gegner kaum Chancen.
Im zweiten Durchgang tat sich Hannover weiter schwer, sein gewohntes Offensivspiel aufzuziehen. Nun hatte auch die Eintracht die besseren Chancen. 96-Schlussmann Nahuel Noll rettete sein Team mit zwei Paraden vor dem Ausgleich. Erst in der Schlussphase kam 96 wieder zu Vorstößen, es entwickelte sich ein etwas wilder Schlagabtausch. Mit etwas Glück brachten die „Roten“ den Derbysieg über die Zeit.
Trainer Titz war im Duell mit den Braunschweigern von seinem gewohnten Aufstellungs-Schema abgewichen. Statt eines einzelnen Stoßstürmers, der von zwei dribbelstarken Offensiv-Außenspielern unterstützt wird, setzte er mit Husseyn Chakroun und Benedikt Pichler auf zwei Stürmer in vorderster Linie. Dahinter agierten mit Thordarson und Aseko Nkili zwei offensive Mittelfeldspieler. Ob Titz auch gegen Elversberg an dieser Veränderung festhält, ist nicht abzusehen. So oder so wartet eine knifflige Herausforderung auf die „Roten“. Es folgen anschließend weitere Spitzenduelle nämlich in Darmstadt und gegen Paderborn.
Foto: bb