Mit etwa 50 Bäumen will der Rat der Gemeinde Messenkamp Lücken im vorhandenen Bestand in der Feldmark schließen. Das ist das Ergebnis von Beratungen, nachdem noch in der vorletzten Sitzung ein weitergehender Antrag der SPD auf Bitten der CDU-Fraktion vertagt worden war. Inzwischen haben Fraktionssprecher Hans-Jürgen Müller mit Bürgermeister Frank Witte und dem Vorsitzenden der örtlichen Jagdgenossenschaft, Manfred Meyer, einen Kompromiss erzielt. Dieser fand breite Zustimmung im Rat. Nur Gerd Lohmann (SPD) erklärte sich als entschiedener Gegner der Maßnahme. Müller hatte an ein in den neunziger Jahren betriehenes Bepflanzungspogramm seiner Fraktion anknüpfen wollen. Schon damals fanden etliche Obst- und Laubbäume Platz entlang von Wirtschaftswegen. Da es aber immer noch viele kahle Flächen gebe, sollte die Aktion fortgesetzt werden. Kritiker dagegen verwiesen auf eingegangene oder durch Tierfraß beschädigte Pflanzen, die ersetzt werden müssten. Auf diesen Nenner einigten sich die Sozialdemokraten nun mit dem Jagdgenossenschafts-Vorsitzenden, wobei Müller vor dem Rat deutlich machte: „Auf einen weiteren Kompromiss werden wir uns nicht einlassen.” Für die CDU signalisierte Sprecher Udo Meyer Zustimmung: „Die Landwirte können grundsätzlich damit leben”, betonte er, räumte jedoch ein, dass sein in der Sitzung abwesender Parteikollege Armin Lohmann „dies viel reduzierter” sehe. Er bat darum, die gewünschten Pflanzungen „zur Veranstaltung des gesamten Rates und der Landwirte zu machen”. Dann könnten besondere Standortwünsche zum Beispiel vor Feldeinfahrten berücksichtigt werden. Heftige Kritik an der Maßnahme kam von Gerd Lohmann. „Die Zeit für Apfelbäume in der Feldmark ist vorbei”, klagte er. Der Rat solle lieber „großkronige Bäume” an den Ortseingängen pflanzen. Das könnte in Altenhagen II der Fall sein sowie in Messenkamp am „Dachdeckereinkauf” sowie auf der Hülseder Straße vor der Brücke. „Diesen Vorschlag hättest du schon vor sechs Wochen einbringen können”, wandte sich Müller zunächst gegen Lohmann, „da hast du nichts gesagt”. Deshalb solle es beim jetzt ausgehandelten Kompromiss bleiben: „Wir können das ja für nächstes Jahr ins Auge fassen.” Sein Fraktionskollege Wolfgang Schiefer erinnerte daran, dass ähnliche frühere Überlegungen zum Teil an unterirdischen Versorgungsleitungen gescheitert seien. Lohmann blieb indes bei seiner Idee: „Das ist mir wichtiger als so ein paar Alibibäume.” Doch damit stieß er auch auf Widerspruch bei Christdemokrat Meyer: „Für die Verbesserung unseres Ortsbilds möchte ich jetzt keine Hauruckaktion.” Meyer stimmte deshalb mit der SPD, sein Fraktionskollege Udo Reimer enthielt sich. Von Lohmann kam die einzige Nein-Stimme.