Dabei, so Rauch, sollte erstmals nicht ausschließlich nach dem Gießkannenprinzip gearbeitet werden, sondern auch gezielt junge Menschen aus sozial schwachen Familien gefördert werden. Für die hat der Ortsrat jetzt Mittel in Höhe von 1000 Euro zurückgehalten, um auf Antrag Vereinsbeiträge zu bezuschussen. Ziel dieser Aktion, so Rauch, sei es, den junge Menschen bis zum 16. Lebensjahr den Weg in die Vereine zu ebnen.
Die Vereine selbst werden ebenfalls beteiligt, denn sie sollen die Hälfte der Beiträge dieser Jugendlichen selbst übernehmen. Die Bedürftigkeit ist unbürokratisch dem Ortsrat nachzuweisen und dabei soll das ALG II-Niveau als Messlatte dienen.
Diskutiert wurde im Ortsrat auch über die Verwendung der Mittel für die Seniorenbetreuung. Die geht bislang überaus erfolgreich in Fahrten mit der Brissago, zu denen die Senioren in großer Zahl und gerne kommen.
Gerhard Helmhold regte an, künftig auch einmal über Aktionen für alleinerziehende Eltern und deren Kinder nachzudenken und trat damit eine Diskussion los, die Gert Armin Neuhäuser auf den Punkt brachte: „Wir sollten nicht die Senioren gegen die Familien ausspielen!” Außerdem könne er sich ein Schiff „...voller bedürftiger alleinerziehender Familien” nicht vorstellen und sah darin schon eine Stigmatisierung, der sich die Familien nicht aussetzen wollten.
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