Anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens feierte die Blaskapelle Schaumburg mit Freunden und Gästen zünftig in den 1. Mai. Statt selbst die Trompete oder die Klarinette zu spielen, ließen sich die Musiker beim „Tanz in den Mai” von der Tanzkapelle „Schwarz-Rot-Gold” musikalisch unterhalten. Doch bereits am nächsten Morgen wurden die eigenen Instrumente am Dorfgemeinschaftshaus ausgepackt, um die traditionelle Himmelfahrts-Veranstaltung zu untermalen. Schaumburger und Abordnungen örtlicher Vereine machten wechselweise ihre Aufwartung, um den Musikern zu gratulieren, die sich selbst ein Ständchen brachten. Schon in den Nachkriegsjahren gab es im Ort Schaumburg eine Musikkapelle. Die damalige Feuerwehrkapelle, die seit dem Jahre 1949 mit Musik begeisterte, löste sich allerdings 1960 wegen fehlender Mitspieler wieder auf. 1998 packten dennoch einige von den noch verbliebenen Musikern ihre Instrumente wieder aus, um ein paar einfache Musikstücke im Rahmen des 65-jährigen Jubiläums der Ortsfeuerwehr vorzutragen. Aus diesem Personenkreis entwickelte sich dann im Laufe der Zeit die heutige Blaskapelle Schaumburg von 1998 e.V. Zum 1. Vorsitzenden wurde das ehemalige Gründungsmitglied und Initiator Heinrich Kipp gewählt. Ziel des Vereins war es, den Zusammenschluss musikinteressierter Personen sowie die Pflege der Musik zu fördern. Unter diesem Motto leitet der jetzige Vorsitzende Wilhelm Tadge die Blaskapelle weiter. Zirka 20 Musikerinnen und Musiker treffen sich jeden Mittwoch um 19.30 Uhr mit der musikalischen Leiterin und 2. Vorsitzenden Christina Schmitz im Dorfgemeinschaftshaus, um Musikstücke wie „One Moment in Time” oder „I did it my Way” einzustudieren. Das Repertoire reicht von „Gruß an Kiel” bis zu den „Egerländer Volksweisen”, vom „Tiger Rag” bis hin zu Stücken von James Last. Ein besonderes Anliegen ist den Vereinsmitgliedern der Kontakt zur Jugend. So wird seit einem Jahr besonderer Wert auf die musikalische Ausbildung junger Menschen gelegt. Zurzeit werden einige „Neulinge” an den verschiedensten Instrumenten von erfahrenen Musikern ausgebildet. Dennoch sind weitere Mitspieler und Musikinteressierte willkommen und sollten sich unverbindlich bei einem der Übungsabende sehen lassen. Foto: tt
Die Blaskapelle Schaumburg spielte sich zum Jubiläum selbst ein Ständchen.