Neuhäuser leitete seine Erkenntnis ab aus einer Pressemeldung des SPD Unterbezirks, die Karsten Becker auf der Internetseite der SPD veröffentlichte. Dort hatten die Stadtverbände aus Bückeburg, Stadthagen und Rinteln ihre Meinung zur Krankenhaus-Standortfrage bekannt gegeben. „Ich habe mich jedoch in allen politischen Gremien stets aus diesem Thema herausgehalten”, so Astrid Teigeler-Tegtmeier, die als Pflegedienstleiterin für den Standort Rinteln im Kreiskrankenhaus arbeitet. Auf der Sitzung, die Neuhäuser zitierte, ging es um Informationen über das „Schwere Fahrwasser”, in dem sich die Krankenhäuser mit Grund- und Regelversorgung allgemein und insbesondere auch in Rinteln und Stadthagen befinden. Die Zahlen sprechen da eine eindeutige Sprache und zwar gegen die beiden Standorte, war von Seiten des Landrates zu hören. 152 Betten hat das Rintelner Krankenhaus derzeit noch und Jahr für Jahr erhöht sich der Zuschussbedarf für die defizitären Krankenhäuser. Und so haben sich die Stadtverbände der SPD eine Meinung gebildet, die offensichtlich nicht populär ist, dennoch unumgänglich scheint: „Diese Meinung muss aber nicht zwingend auch meine Meinung sein”, so Teigeler-Tegtmeier, die schlichtweg zu diesem Thema nichts sagen möchte: „Ich habe mich aus allen Diskussionen und Abstimmungen in Rat und Verwaltungsausschuss strikt herausgehalten und habe zum Teil den Sitzungssaal sogar verlassen!” Die unbedingte Loyalitätspflicht zu ihrem Arbeitgeber habe sie nie verletzt und werde dies auch nicht tun: „Wenn Herr Neuhäuser aus einer Frustration heraus solche Schnellschüsse ablässt, sollte er schon bei der Wahrheit bleiben!” Foto: ste