Das Team von Trainer Andreas Bergmann kann mit dem Unentschieden gegen Leverkusen sicherlich zufrieden sein. Immerhin trotzte man dem ungeschlagenen Tabellenführer einen Punkt ab. Allerdings wurde man nach dem Abpfiff das Gefühl nicht los, dass am Sonnabend mehr als ein Zähler drin war, die Werkself diesmal zu packen gewesen wäre.
Die Roten zeigten sich gut organisiert in der Defensive, den Leverkusenern gelang es nicht, ihr feines Kombinationsspiel aufzuziehen. Bei den Spitzen Stefan Kießling und Eren Derdiyok kamen so nur wenige genaue Pässe an. Die aufmerksamen 96-Innenverteidiger Christian Schulz und Karim Haggui sorgten dafür, dass die Leverkusener Stürmer weitgehend ungefährlich blieben. Mittelfeld und Abwehr der „Roten” fingen mit großem kämpferischen und läuferischen Einsatz viele Bälle ab, spielten auch streckenweise munter nach vorn. Die Verteidigung der Werkself wirkte nicht immer sattelfest, auch wenn der ungemein stellungssichere Sami Hyypiä einmal mehr eine nahezu fehlerfreie Partie absolvierte und viel Ruhe ausstrahlte.
Hannover fehlte jedoch die Präzision beim letzten Pass. Mehrmals gelang es den 96ern, sich bis zur Grundlinie der Leverkusener durchzutanken, dann misslang jedoch die genaue Rücklage in den Strafraum.
Hinzu kam, dass Stürmer Didier Ya Konan keinen wirklich guten Tag erwischt hatte. Der Ivorer zeigte ebenso wie sein Pendant in der vordersten Linie Jiri Stajner eine sehr große Laufbereitschaft. Zu oft gingen seine Ablagen jedoch diesmal ins Leere statt zum Nebenmann, zu oft entschied er sich für die falsche Option. Trotzdem kamen Ya Konan, Hanno Balitsch und Jiri Stajner zu hochkarätigen Chancen.
Leverkusens René Adler hielt jedoch stark, gleichzeitig ließen die Roten die letzte Genauigkeit vermissen. Auch 96-Schlussmann Florian Fromlowitz zeichnete sich aus, so dass die beiden Torleute zu den besten Akteuren auf dem Feld wurden.
In der Schlussphase wechselte Hannovers Trainer Andreas Bergmann Mike Hanke und Jan Schlaudraff für Stajner und Ya Konan ein. Die beiden Langzeitverletzten brachten jedoch auch nichts Entscheidendes zuwege.
Die Zuschauer feierten ihre „Roten” am Ende für einen guten kämpferischen Auftritt, in einer insgesamt ausgeglichenen Partie.Foto: bb