Die Umsetzung aller Ideen für diesen besonderen Rückzugsraum und die Sicherung der Finanzierung haben eine lange Zeit in Anspruch genommen. „Aber wir wollten da etwas ganz Besonderes haben und jetzt finden wir, hat sich die Wartezeit doch auch gelohnt”, so Kindergarten-Leiterin Martina Schrader. Sie freut sich mit ihrem Team über die Fertigstellung. Der Raum soll zukünftig allen Jungen und Mädchen in der Einrichtung zugute kommen. Er soll, so Martina Schrader, einen Gegenpol zur Bewegung darstellen.
Zur Begriffserklärung: Das „Snoezelen” ist eine Wortschöpfung von zwei Zivildienstleistenden aus den Niederlanden. Sie schufen 1978 das zusammengesetzte Wort aus „snuffelen” (schnüffeln, schnuppern) und „doezelen” (dösen, schlummern). Es steht für den Aufenthalt in einem gemütlich, angenehmen warmen Raum, in dem man, bequem liegend oder sitzend, umgeben von leisen Klängen und Melodien, Lichteffekte betrachten kann. (aus Wikipedia).
Die Notwendigkeit einer solchen Rückzugsmöglichkeit unterstreicht die Kindergarten-Leiterin: „In den letzten Jahren beobachten wir verstärkt, dass viele Kinder unter Reizüberflutung und dadurch bedingt unter Wahrnehmungsstörungen leiden. Dieses äußert sich zum Beispiel in Form von Konzentrationsstörungen, Nervosität, Hyperaktivität und erhöhter Aggressivität”. Das
„Snoezelen” wirke sich positiv auf die Entwicklungs- und Lernprozesse eines Kindes aus. Es verbessere unter anderem die Körper- und Eigenwahrnehmung, fördere die Kontakt- und Beziehungsfähigkeit und erhöhe die Entspannungs- und Konzentrationsfähigkeit. Der „Snoezelraum” im Integrativen Kindergarten Mozartweg soll für freie, pädagogische und therapeutische Förderangebote genutzt werden. Je nach Bedarf werden sich bis zu drei Kinder in dem Raum für einige Minuten aufhalten.
Rund 10 000 Euro hat die Errichtung und Ausstattung des weißen Raumes gekostet. „Da haben wir lange drauf gespart. Die Samtgemeinde hat die Hälfte der Kosten getragen und der Förderverein und das Druck-und Verlagshaus Oppermann haben uns die andere Hälfte spendiert”, verrät die Leiterin. Foto:pd