Der Grund für den Eifer: Bereits zum 1. April sollen wenigstens Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände im neuen Domizil untergebracht sein. Denn der künftige Eigentümer des alten Gerätehauses in der Gartenstraße will die Immobilie für eigene Zwecke nutzen. Folgerichtig packen die Blauröcke an – und haben bislang nicht einmal Zeit für Grundsteinlegung oder gar Richtfest gefunden. „Das holen wir nach”, versprach Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann, „das machen wir einmal kompakt zur Einweihung”.
In der Jahreshauptversammlung der Lauenauer Wehr lobte er mit Nachdruck erneut den gewählten Standort und die Fertigbauweise. Hätte die Halle in herkömmlicher Form errichtet werden sollen, wäre dies angesichts der vorherrschenden Witterungsbedingungen nicht möglich gewesen. Die Hallenkonstruktion, die bereits dem neuen Domizil für den Bauhof der Samtgemeinde zugrunde lag, ist für Heilmann eine preiswerte Alternative: „Nur so können wir uns noch Investitionen erlauben”, hatte er vor Tagen bereits in einem Pressegespräch erläutert.
Die Weichen für die neue Feuerwache im Flecken waren am 25. März 2009 gestellt worden. Damals wurden erste Pläne diskutiert. Der Baubeginn erfolgte am 12. Oktober. Bereits Mitte Dezember stand die Halle einschließlich ihrer Außenwände. Sie bietet Platz für sechs Garagen und einige Nutzräume. Auch der für Sanitäranlagen, Büro und Ausbildung vorgesehene Seitentrakt ist inzwischen in Fertigteilen errichtet worden.
Für Ortsbrandmeister Klaus-Werner Volker „steckt noch viel Arbeit” im neuen Gebäude: „Aber wir erledigen sie gern.” Schließlich sei es sehr selten, dass eine Wehr ihr eigenes Haus bauen könne. Gemeindebrandmeister Jürgen Wilkening unterstützte das Engagement auf seine Weise: Er zog eine „FWW 500” aus der Tasche: eine knallrote Wasserwaage mit vorschriftsgemäßen Reflektorstreifen. Wilkening verriet auch, dass das Lauenauer Objekt bereits Ziel von Delegationen aus Kommunen und Wehren gewesen ist: Sie haben sich an Ort und Stelle von der Bauweise überzeugt.