Drei Preisträger mit „Kulturpreis Landschaft“ ausgezeichnet | Schaumburger Wochenblatt

Drei Preisträger mit „Kulturpreis Landschaft“ ausgezeichnet

Preisträgerin Anna-Lisa Giehl mit Jurymitglied und Laudator Jorge Groß. (Foto: gk)
Preisträgerin Anna-Lisa Giehl mit Jurymitglied und Laudator Jorge Groß. (Foto: gk)
Preisträgerin Anna-Lisa Giehl mit Jurymitglied und Laudator Jorge Groß. (Foto: gk)
Preisträgerin Anna-Lisa Giehl mit Jurymitglied und Laudator Jorge Groß. (Foto: gk)
Preisträgerin Anna-Lisa Giehl mit Jurymitglied und Laudator Jorge Groß. (Foto: gk)

Zum zweiten Mal vergab der Landkreis Schaumburg den „Kulturpreis Landschaft“, in Zusammenarbeit mit der Schaumburger Landschaft und mit Unterstützung der Stiftung Sparkasse Schaumburg.

Neben einem ersten Preis wurden zwei Sonderpreise von der Fachjury aus zwölf Bewerbungen ausgewählt und in der Wandelhalle von Bad Nenndorf, in einem feierlichen Rahmen, überreicht.

Der erste Preis, mit einem Preisgeld von 1000 Euro, ging an die Schaumburger Waldimkerei von Anna-Lisa Giehl. Sie habe einen außergewöhnlichen Ort geschaffen, an dem das Zusammenspiel von Natur und Mensch unmittelbar erfahrbar wird, so Jurymitglied Prof. Dr. Jorge Groß, in seiner Laudatio.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Honigbienen als verbindendes Element der Landschaft. Sie mache sichtbar, wie eng natürliche Prozesse und menschliches Handeln miteinander verwoben sind.

Durch naturnahe Gestaltung und intensive Bildungsarbeit, insbesondere mit Schulklassen, zeige das Projekt eindrucksvoll ökologische zusammenhänge und stärke nachhaltiges Handeln. „Die Verbindung von Landschaft, Kultur und Vermittlung macht das Projekt zu einem herausragenden Beispiel moderner Heimatpflege“, so Groß.

Seit zwölf Jahren engagiert sich Wolfgang Seifert für den Erhalt der seltenen Süntelbuche, einer besonderen Form der Rotbuche, deren ursprünglicher Bestand bereits 1840 weitgehend zerstört wurde, weil der Baum als nutzlos angesehen wurde.

Engagierte Persönlichkeiten sorgten für ihr Überleben. In dieser Tradition kultiviert Seifert in seiner Kleinen-Süntelbuchen-Baumschule ausschließlich aus Samen gezogene Bäume dieser Art, um die genetische Vielfalt zu bewahren. Mit der Anlage von „Tiny Forests“ verfolge er außerdem das Ziel, die Art langfristig zu sichern.

Dadurch schaffe Seiffert „ein inspirierendes Beispiel für das Zusammenspiel von Natur und Mensch in der Landschaft“, hob Prof. Dr. Christina von Haaren in der Laudatio hervor. Dafür wurde Seiffert mit dem Sonderpreis und einem Preisgeld von 500 Euro ausgezeichnet.

Einen weiteren Sonderpreis, in gleicher Preisgeldhöhe, erhielt Karl Heinrich Meyer, Wegraine AG Schaumburg. Ausgezeichnet wurde sein Einsatz „für den bescheidenen, oft übersehenen Streifen Grün zwischen Weg und Acker“, so von Haaren.

Die Wegraine AG Schaumburg setzt sich für die Widergewinnung ehemaliger Wegraine auf öffentlichen Flächen ein. Meyer`s Motto „Evolution statt Revolution“ mache eine prägende Haltung deutlich, die motiviere.

Wegraine sind ein Sinnbild für das Zusammenwirken von Mensch und Natur zum beiderseitigen Nutzen. Wegraine stehen für Artenvielfalt, wirken als Biotopverbund und biologischer Pflanzenschutz und sind entscheidende Elemente für das Landschaftserleben in der Agrarlandschaft.

Landrat Jörg Farr lobte die Bewerberinnen und Bewerber für ihr Engagement in seinem Grußwort. Ebenso die „hochkarätige Jury“, die die Preisträger auswählten. Seit 1998 werden Kulturschaffende von der Schaumburger Landschaft ausgezeichnet. Hierbei sei immer wieder die große Vielfalt deutlich geworden, die die Schaumburger Landschaft biete.

Farr: „Das vielfältige kulturelle Schaffen gehört zu unserer Identität. Die Kultur ist ein Erfolgsfaktor unseres Landkreises.“

Dr. Lu Seegers, die Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, hob hervor, dass vor 28 Jahren der Kulturpreis ins Leben gerufen wurde. Im Jahr 2005 stand er zum ersten Mal unter dem Motto „Landschaft“. Landschaft immer verstanden in Verbindung zur Heimatpflege.

Für einen anspruchsvollen musikalischen Rahmen sorgte das Duo Damjan Saramandic und Manolis Stagakis, mit Cello und Akkordeon.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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