Klimabericht fordert Kommunen heraus | Schaumburger Wochenblatt

Klimabericht fordert Kommunen heraus

Das Zukunftswäldchen als Miniwald auf der LaGa - Ansporn für alle. (Foto: gk)
Das Zukunftswäldchen als Miniwald auf der LaGa - Ansporn für alle. (Foto: gk)
Das Zukunftswäldchen als Miniwald auf der LaGa - Ansporn für alle. (Foto: gk)
Das Zukunftswäldchen als Miniwald auf der LaGa - Ansporn für alle. (Foto: gk)
Das Zukunftswäldchen als Miniwald auf der LaGa - Ansporn für alle. (Foto: gk)

Wenn es um das Klima der Zukunft in den Städten und Gemeinden geht, stehen Politik und Verwaltung zunehmend unter größeren Herausforderungen. Denn der aktuelle europäische Klimabericht („European State of the Climate 2025“), der gemeinsam vom EU-Klimadienst Copernicus und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) herausgegeben wurde, zeigt für Europa auf, dass heimische Wälder und Stadtbäume stark unter Hitze, Dürre und Schädlingen leiden.

Um die grüne Infrastruktur zu sichern, müssen Forstbetriebe und Kommunen schrittweise auf trockenresistente „Klimabäume“ umstellen. Dem stellt sich die Stadt Bad Nenndorf. Die Landesgartenschau gab ihr hierfür besondere Möglichkeiten. Soweit es möglich ist. Denn: Im denkmalgeschützten Bereich des Kurparks war die Stadt bei der Auswahl der Bäume nur eingeschränkt frei.

„Nachpflanzungen mussten auf Grundlage der historischen Gartendenkmalplanung erfolgen. Im Bereich des Buchenwaldes wurden daher entsprechende Exemplare ergänzt“, hebt Annette Stang, Fachbereichsleitung Bauen und Umwelt der Samtgemeinde Nenndorf gegenüber dieser Zeitung. Der Kurpark ist im Stil eines englischen Landschaftsparks gestaltet.

„In den Wiesenbereichen befinden sich häufig besondere, teilweise auch exotische Solitärbäume, sodass dort in vielen Bereichen mehr Spielraum bei der Auswahl bestand und auf sogenannte Klimabäume zurückgegriffen werden konnte“, so Stang weiter.

Beispielsweise wurde der Gewöhnliche Trompetenbaum, Südlicher Zürgelbaum, die Baum-Hasel und die Japanische Magnolie, der Eingriffeliger Weißdorn oder die Kornelkirsche gepflanzt.
Stang: „Alle Bereiche, die nicht dem Denkmalschutz unterliegen, bieten grundsätzlich mehr Spielraum bei der Auswahl von Bäumen und Sträuchern. Etwas eingeschränkt sind die Flächen innerhalb des Landschaftsschutzgebiets, dort soll überwiegend auf heimische Arten zurückgegriffen werden, wie zum Beispiel am Panoramaweg und Wiesenpark.“

Neben robusten heimischen Arten wurden dort auch verschiedene Klimabaumarten gepflanzt, wie der Feldahorn, Hainbuche, Gewöhnlicher Trompetenbaum, Ginkgo, Lederhülsenbaum und die Amerikanische Roteiche.

Die Bäume und Sträucher wurden hierfür anhand einschlägiger Quellen und Baumschulsortimente gezielt als „Klimabäume“ ausgewählt. Es wurde darauf geachtet, standortgerechte und robuste Gehölzarten zu pflanzen, die sich auch unter den Bedingungen des Klimawandels langfristig behaupten können – „auch wenn es dafür noch keine langfristigen Erkenntnisse und Belege gibt“, stellt sie klar. Hierzu zählen beispielsweise die Winterlinde, verschiedene Kiefernarten sowie unterschiedliche Eichenarten.

Stang verweist besonders auf das „Zukunftswäldchen“ auf der Erlebniswiese der Landesgartenschau. „Hier sind Klimabäume als Tiny-Forest, wie zu einem Miniwald, gepflanzt. Auf kleinstem Raum – drei Bäume pro Quadratmeter – ist ein artenreiches Ökosystem entstanden, welches nach einer Pflegephase keine weitere Unterstützung mehr braucht.“


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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