Das große Comeback der Eigenheime | Schaumburger Wochenblatt

Das große Comeback der Eigenheime

Neubau ist auf dem Vormarsch, hat das Vor-Corona-Niveau aber noch nicht wieder erreicht. Hohe Grundstückspreise bremsen den Bauboom. (Foto: ste)
Neubau ist auf dem Vormarsch, hat das Vor-Corona-Niveau aber noch nicht wieder erreicht. Hohe Grundstückspreise bremsen den Bauboom. (Foto: ste)
Neubau ist auf dem Vormarsch, hat das Vor-Corona-Niveau aber noch nicht wieder erreicht. Hohe Grundstückspreise bremsen den Bauboom. (Foto: ste)
Neubau ist auf dem Vormarsch, hat das Vor-Corona-Niveau aber noch nicht wieder erreicht. Hohe Grundstückspreise bremsen den Bauboom. (Foto: ste)
Neubau ist auf dem Vormarsch, hat das Vor-Corona-Niveau aber noch nicht wieder erreicht. Hohe Grundstückspreise bremsen den Bauboom. (Foto: ste)

Der Grundstücks- und Immobilienmarkt im Landkreis Schaumburg belebt sich spürbar. Nach einer Auswertung von rund 1.800 Kaufverträgen durch die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Hameln-Hannover für das Jahr 2025 zeigt der Trend in fast allen Segmenten nach oben. Besonders deutlich wird dies am gestiegenen Geldumsatz, der um 18 Prozent auf insgesamt 375 Millionen Euro kletterte.

Kräftiges Umsatzplus bei bebauten Grundstücken und Wohnhäusern

Den mit Abstand größten Anteil am Gesamtmarkt machten bebaute Grundstücke aus: Sie steuerten allein 274 Millionen Euro (73 Prozent) zum Gesamtumsatz bei. Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment der Wohnhäuser (Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser sowie Reihenhäuser). Hier stieg der Geldumsatz um ein Viertel auf 238 Millionen Euro. Damit einher ging ein deutlicher Preisanstieg bei Mehrfamilienhäuser um 71 Prozent, bei Reihenhäusern um 34 Prozent und bei Ein- und Zweifamilienhäuser um 16 Prozent. Auch bei den Eigentumswohnungen zieht die Nachfrage wieder an. Die Preise für gebrauchte Wohnungen stiegen im Schnitt um fünf Prozent, Erstverkäufe wurden ebenfalls um fünf Prozent teurer. Ein Blick auf das aktuelle Jahr 2026 zeigt sogar: Im zweiten Quartal haben die Preise für Eigentumswohnungen ihr historisches Hoch aus dem Jahr 2022 wieder erreicht und sogar leicht überschritten.

Baulandmarkt wächst moderat, Vor-Corona-Niveau noch entfernt

Die Anzahl der verkauften Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser stieg im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf insgesamt 164 Bauplätze. Trotz dieses Wachstums ist das Umsatzniveau aus der Zeit vor der Corona-Pandemie noch lange nicht erreicht. Die Preise für unbebautes Bauland stiegen leicht um vier Prozent. In guten städtischen Lagen werden in Neubaugebieten Quadratmeterpreise von über 200 Euro aufgerufen, während es in strukturell schwächeren Orten mittlerweile mehr als 100 Euro sind – Preise, die aktuell noch zurückhaltend von Bauwilligen angenommen werden.

Kaum Bewegung bei landwirtschaftlichen Flächen

Der Markt für Agrarflächen bleibt wie in den Vorjahren von einem geringen Angebot geprägt. Während der Flächenumsatz zwar um zwölf Prozent stieg, stagnierten die Preise für Ackerland im zweiten Jahr in Folge. Grünland wurde kaum gehandelt, verzeichnete jedoch einen Preisanstieg von sieben Prozent. Die Richtwerte für Ackerland liegen im Landkreis mehrheitlich über fünf Euro pro Quadratmeter, für Grünland um die zwei Euro.

Mieten steigen flächendeckend um rund vier Prozent

Die Auswertungen des Gutachterausschusses bieten auch einen Überblick über das Mietpreisniveau, das den Charakter eines einfachen Mietspiegels besitzt. Über fast alle Baualtersklassen hinweg sind die Mieten um rund vier Prozent gestiegen (Ausnahme: Wohnungen aus den 1960er und 70er Jahren mit +3 Prozent). In den Städten Stadthagen, Bückeburg, Rinteln und Bad Nenndorf zahlen Mieter für Wohnungen, die jünger als zehn Jahre sind, im Schnitt eine Nettokaltmiete von zehn Euro pro Quadratmeter. Bei Erstvermietungen im Neubau werden teils über elf Euro erzielt.

Informationen und Serviceangebote im Netz

Alle neuen Bodenrichtwerte (Stichtag 1. Januar 2026) und Grundstücksmarktdaten können kostenlos im Internet unter www.immobilienmarkt.niedersachsen.de eingesehen werden. Dort steht auch der Immobilien-Preis-Kalkulator (IPK) bereit. Mit diesem Online-Tool können Eigentümer gegen eine Gebühr von 20 Euro den ungefähren Wert ihres Hauses oder ihrer Eigentumswohnung selbst ermitteln.


Sonja und Stephan Weichert
Sonja und Stephan Weichert
Freie Journalisten
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