Die Selbsthilfekontaktstelle hatte vor Kurzem erstmals einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für pflegende Angehörige organisiert. In der Begegnungsstätte in Bückeburg vermittelte Kursleiter Makunda Hoffmann-Schreeck (www.kurs-blick.de) vier Stunden lang Grundlagen und praktische Übungen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Helfende in Notfällen Sicherheit gewinnen und handlungsfähig bleiben können.
Wer einen Menschen zu Hause pflegt, muss mitunter schnell reagieren. Zugleich kann die Pflege Angehörige an ihre persönlichen Grenzen bringen. Der Kurs griff deshalb Fragen und Situationen aus ihrem Alltag auf. Neben der Auffrischung von Erste-Hilfe-Wissen ging es darum, auch unter schwierigen Bedingungen helfen zu können – etwa wenn Hilfsmittel fehlen oder die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. „Es kommt nicht auf die Technik an, sondern dass du das Ziel erreichst!“, lautete die zentrale Botschaft des Kursleiters. Hoffmann-Schreeck ermutigte die Teilnehmenden, ihrer Wahrnehmung zu vertrauen und bei Auffälligkeiten nicht zu lange zu zögern. Im Zweifel sollten sie lieber einmal mehr den Rettungsdienst rufen.
Auch bei der praktischen Hilfe warb er dafür, sich an die jeweilige Situation anzupassen. Bei der stabilen Seitenlage etwa komme es darauf an, das Ziel zu erreichen, statt an jedem einzelnen Handgriff festzuhalten. Die Vorgehensweise nach Lehrbuch lernten die Teilnehmenden als Grundlage kennen. An einer großen Stoffpuppe namens „Püppi“ übten sie die stabile Seitenlage. Beispiele aus dem Pflegealltag und eigene Fragen ergänzten die Übungen. Die Teilnehmenden bewerteten den Nachmittag positiv. Sie fühlten sich darin bestärkt, ihren Fähigkeiten zu vertrauen und im Notfall zu handeln.