Die rot-grüne Landesregierung stellt in diesem Jahr insgesamt 8,6 Millionen Euro für Sprachkurse für Geflüchtete bereit. Ziel ist es, den Zugang zu passgenauen Deutschkursen im ganzen Land zu sichern.
„Dass Niedersachsen hier Verantwortung übernimmt, ist insbesondere vor dem Hintergrund unsicherer Bundesmittel ein wichtiges Signal“, so die Grünen-Landtagsabgeordnete Britta Kellermann aus Salzhemmendorf in einer Pressemitteilung zum Thema. Sprache sei die wichtigste Voraussetzung für eine gelingende Integration und Teilhabe von Geflüchteten. Von guten Sprachkenntnissen, so Britta Kellermann, profitierten nicht nur die Geflüchteten selbst, sondern langfristig auch Arbeitsmarkt und Gesellschaft. „Gerade in unserer Region sehen wir, wie wichtig niedrigschwellige Sprachangebote sind“.
Die Fördermittel können anerkannte Einrichtungen der Erwachsenenbildung beantragen. Möglich sind Sprachkurse für Menschen mit Grundkenntnissen bis hin zu höheren Sprachniveaus. Die Angebote sind in erster Linie für erwachsene Geflüchtete gedacht, die keinen Zugang zu Integrations- oder Berufssprachkursen des Bundes haben.
Scharfe Kritik übt die Grünen-Politiker Britta Kellermann an den geplanten Kürzungen bei Integrations- und Sprachkursen des Bundes. „Es widerspricht jeder wirtschaftlichen Vernunft, wenn Bundesinnenminister Dobrindt bei den Sprachkursen für Geflüchtete spart. Er bremst das Fortkommen tausender Menschen aus, erschwert ihnen den Einstieg in Ausbildung und Arbeit und verschärft den Fachkräftemangel“, so die Grünen-Landtagsabgeordnete. Die rot-grüne Landesregierung versuche mit ihrer Förderung, eine Vielzahl von Sprachkursen zu retten. „Wir kämpfen um jeden Kursplatz, aber Berlin muss aufhören, den Unternehmen in Niedersachsen die Arbeitskräfte von morgen zu nehmen“, so Britta Kellermann.