Termin steht – Freibad Lauenau wird mit kleinem Fest eröffnet | Schaumburger Wochenblatt

Termin steht – Freibad Lauenau wird mit kleinem Fest eröffnet

Ein ansprechender Neubau wurde im Mineralbad Lauenau errichtet. (Foto: gk)
Ein ansprechender Neubau wurde im Mineralbad Lauenau errichtet. (Foto: gk)
Ein ansprechender Neubau wurde im Mineralbad Lauenau errichtet. (Foto: gk)
Ein ansprechender Neubau wurde im Mineralbad Lauenau errichtet. (Foto: gk)
Ein ansprechender Neubau wurde im Mineralbad Lauenau errichtet. (Foto: gk)

Genaue Pläne für die Baumaßnahmen wurden dem Bauunternehmen an die Hand gegeben. Doch dann stellte sich heraus, dass es deutlich Abweichungen von diesen Plänen bei der Umsetzung gab. „Das Bauunternehmen hat anders gebaut, als das Planungsbüro geplant hat“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Dr. Thomas Wolf gegenüber dieser Zeitung. Dies führte zu maßgeblichen Bauverzögerungen im Frei- und Mineralbad, im Flecken Lauenau.

Das ursprüngliche Ziel, zu Saisonbeginn im Mai 2026, die Wiedereröffnung feiern zu können, konnte somit nicht gehalten werden. Jetzt steht der Eröffnungstermin: Freitag, 7. August, von 13 bis 19 Uhr, mit einer kleinen Feier für geladene Gäste sowie Kinderaktionen und Geschenke, für die ersten 100 Gäste, bei freiem Eintritt.

Nach der fehlerhaften Umsetzung der Baumaßnahmen, „musste erst geklärt werden, ob das alles so Bestand haben kann, wie es errichtet wurde. Das hat entsprechend zu Verzögerungen geführt. Außerdem hatten wir einen harten Winter über einen Zeitraum von acht Wochen, der zu einem Baustopp führte. Das alles war nicht vorauszusehen“, so Wolf.

Darüber hinaus habe es „auch Schwierigkeiten in der Vergabe der Gewerke gegeben, was man tatsächlich hätte besser koordinieren können. Wir hatten aber die Bauüberwachung an ein Planungsbüro vergeben. Vielleicht wäre es besser gewesen, wir hätten es selber gemacht“.

Unter dem Strich habe es mit allem zusammen eine zweijährige Bauzeit im Freibad Lauenau gegeben. Drei Monate später, als der eigentlich geplante Saisonstart, könne jetzt das Bad eröffnet werden.

Wolf, bezüglich entsprechender Kritik, auch in den sozialen Medien: „Wir müssen die Kirche auch einmal im Dorf lassen. Bei allem Verständnis dafür, dass wir uns auch gewünscht hätten, dass wir pünktlich zum Saisonbeginn das Mineralbad in Lauenau hätten öffnen können, steht die dreimonatige Verzögerung, bei einem zweijährigen Bauprojekt, nicht im Verhältnis.“

Außerdem sei in den politischen Gremien regelmäßig über den Bauvorgang seitens der Verwaltung berichtet worden. Letztlich auch über die Gründe, warum die Eröffnung wiederholt verschoben werden musste.

Wenig Verständnis hat Wolf gegenüber der Kritik seitens des Lauenauer Ortsbürgermeisters Wilfried Mundt (SPD). Natürlich könne dieser die Verwaltung in diesem Zusammenhang öffentlich kritisieren. Es wäre aber auch möglich gewesen, die Verwaltung aufzusuchen und entsprechende Informationen einzuholen.

Wolf: „Wir als Verwaltung freuen uns eigentlich immer, wenn Mitglieder der Gremien und auch die Ortsbürgermeister zu uns ins Rathaus kommen, um mit uns Probleme zu besprechen. Daher weiß ich nicht, warum man solche Kommunikationsprobleme öffentlich über die Medien kommunizieren muss.“ Mundt sei der Einzige, der das so mache.

Und Wolf stellt außerdem klar: „Herr Mundt ist zwar Ortsbürgermeister des Flecken Lauenau, in dem das Mineralbad liegt, aber die ganze Angelegenheit ist eine Sache der Samtgemeinde und ist somit auf der Ebene der Samtgemeinde zu kommunizieren. Und nicht ausschließlich mit dem Bürgermeister in Lauenau.“

Die Baukosten haben sich um 1,1 Millionen Euro erhöht. Eine knappe Million Euro an Fördermittel habe die Samtgemeinde erhalten. „Das Ganze war mit etwa zwei Millionen kalkuliert und wird jetzt rund drei Millionen kosten. Wir haben noch erheblich nachkalkulieren müssen. Auslöser waren nicht die falschen Bauweisen des Unternehmens. Nein, das trat schon zuvor, bei den Ausschreibungen auf.“ Auch das habe für Verzögerungen gesorgt.

An dieser Baustelle habe man ganz besonders gemerkt, wie sich die Preisentwicklung auf dem Bausektor niederschlägt. Wolf: „Und wir hatten dabei auch Ausschreibungen, die wir wieder aus wirtschaftlichen Gründen aufheben mussten. Ausschreibungsergebnisse, die wir zuvor so nicht geschätzt hatten.“ Dadurch habe sich das Bauvorhaben in den Kosten deutlich erhöht.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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