Nachdem 96 am vergangenen Wochenende durch das Unentschieden gegen Dresden wieder etwas Boden im Titelrennen verloren hat, gilt es umgehend gegen Bielefeld zurückzuschlagen. Hannover braucht einen Sieg gegen die Arminia, um den Spitzenteams eng auf den Fersen zu bleiben.
Es war zu erwarten, dass die Dresdner 96 das Leben schwer machen würden. Schließlich zeigte sich die abstiegsbedrohte Mannschaft nach der Winterpause deutlich verbessert und sammelte fleißig Punkte. 96 startete zudem nicht mit dem zuletzt gewohnten Schwung in die Begegnung gegen Dynamo. Die Gäste stemmten sich Hannover mit großem Laufaufwand entgegen. Den „Roten“ fehlten Ideen und Genauigkeit, es entwickelte sich eine zerfahrene Begegnung etwa auf Augenhöhe. Erst nach einer halben Stunde erarbeitete sich die Mannschaft von Hannover-Trainer Christian Titz allmählich eine Überlegenheit. Sein Team habe die Partie ab dieser Phase dominiert, wie der Coach festhielt. Zu vielen Torchancen kamen die Gastgeber jedoch nicht bis zur Halbzeit.
In Hälfte zwei wurden die „Roten“ in ihren Offensiv-Aktionen strukturierter. Zuvor hatte es Dresden geschickt verstanden, die Durchbruchsversuche der 96-Außenbahnspieler Daisuke Yokota, Maurice Neubauer, Elias Saad und Kolja Oudenne weitestgehend auszubremsen. In den Partien zuvor waren Yokota und Saad in ihren Dribblings kaum zu stoppen.
Im Lauf des zweiten Durchgangs kam 96 besser in die Angriffsaktionen während Dynamo weiterhin verbissen verteidigte. Das Trikotzupfen von Dresdens Alexander Rossipal im Strafraum gegen Yokota wertete Schiedsrichter Martin Petersen nicht als Foul. Eine Entscheidung, die nicht nur Titz verärgerte. Für die Roten ergaben sich jedoch durch Saad, Boris Tomiak und Stefan Teitur Thordarson klare Chancen, die der stark agierende Dresdner Torwart Tim Schreiber vereitelte. So musste sich 96 mit einem 0:0 gegen starke Gäste begnügen. Positiv dabei, 96 ließ im gesamten Spielverlauf kaum Chancen der Dresdner zu. Grundsätzlich ist das Unentschieden keine Katastrophe, Dresden wird noch weiteren Teams Probleme bereiten. Tabellarisch bedeutete es jedoch einen Rückschritt, weil die anderen Spitzenmannschaften jeweils drei Punkte sammelten.
Bitter darüber hinaus: Boris Tomiak kugelte sich bei einem Zusammenprall das Ellenbogengelenk aus. Der Abwehrchef wurde noch auf dem Platz behandelt und mit einer Trage vom Platz gebracht. Es ist eine längere Verletzungspause zu befürchten. Außerdem wird Virgil Ghita gegen den nächsten Gegner Bielefeld gelbgesperrt fehlen.
Titz ist so gezwungen, für die Partie in Bielefeld (Sonnabend, 13 Uhr) seine Verteidigung gründlich umzubauen. Ime Okon, Maik Nawrocki und Hendry Blank könnten gegen die Arminia die Dreierkette bilden, ebenso kommt Bastian Allgeier für den Startelfeinsatz in Frage.
Bielefeld kassierte zuletzt eine Niederlage gegen das Kellerteam aus Fürth. Mit Jannik Rochelt, Monju Momuluh, Marius Wörl und Noah Sarenren Bazee stehen eine Reihe von Ex-96ern in den Reihen der Arminen.
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