Trotz der strengen Auswahlkriterien stand für die Fachbehörde in Hannover die Aufnahme der Weserstadt in ihre Liste außer Frage. Den Ausschlag dabei gaben der hochwertige Denkmalbestand Rintelns - und nicht zuletzt auch die vom Rat beschlossene Erhaltungssatzung.
Durch das Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz West” sollen künftig auch in den alten Bundesländern historische Städte zur Stärkung ihrer Altstadt von Finanzspritzen profitieren können, wie sie seit 1991 mit Erfolg gezielt in entsprechenden Kommunen der neuen Bundesländer eingesetzt werden.
Insgesamt 400 Bauten stehen in Rinteln derzeit unter Denkmalschutz, davon rund 300 in der Kernstadt - praktisch die gesamte Altstadt. Die übrigen verteilen sich auf die Ortsteile, mit besonderem Schwerpunkt in Exten.
Zu den geschützten Objekten zählen unter anderem zum Beispiel auch die Weserbrücke, das Bahnhofgebäude, die Kreishandelslehranstalt oder die ehemaligen Arbeiterwohnhäuser an der Friedrichstraße/Heinrichstraße.
Denkmalgeschützte Objekte in den Ortsteilen sind unter anderem die Exterbrücke, das Ensemble in der Mittelstraße mit Park (Gut von Meien), die Orangerie in Exten, das Hotel Grafensteiner Höhe, der Große und Kleine Neelhof in Ahe, die Domaine Coverden, die Schaumburg und die Pagenburg, Schloss und Park Arensburg, Kloster, Pfarrhaus und Friedhof Möllenbeck sowie in Westendorf unter anderem auch eine „Leibzucht” und eine Scheune. Foto: km