Die Abgeordneten aus Münster hatten sich unter anderem vorgenommen, darüber zu diskutieren, wie gut pädagogische Aufgaben und Fragestellungen mit privatwirtschaftlichem Unternehmertum in Übereinstimmung zu bringen sind. Um die Antwort vorwegzunehmen: „Auf Schloss Varenholz,” heißt es in einem ersten Resümee, „gelingt dies seit über 15 Jahren mit großem Erfolg.”
Das bekannte Weserrenaissance-Schloss beherbergt seit fast 60 Jahren ein Privatschulinternat sowie eine private Ganztagesrealschule. Seit 1994 komplettiert das Angebot die Jugendhilfeeinrichtung Grabbe-Internat. Die in privater Trägerschaft befindliche Bildungseinrichtung war das Ziel der Fachpolitiker der FDP aus dem sogenannten „Westfalenparlament”.
Der geschäftsführende Gesellschafter und pädagogische Gesamtleiter der Einrichtung, Diplom-Pädagoge Ulrich Blauschek, begrüßte die Mitglieder des Arbeitskreises und stand ihnen mit seinen leitenden Mitarbeitern für Fragen, Anregungen und fachlichen Austausch zur Verfügung.
Die FDP-Politiker zeigten sich erstaunt und erfreut über die Größe der Varenholzer Einrichtungen am äußersten Rand von Nordrhein-Westfalen. 200 Schüler und Schülerinnen besuchen zur Zeit die Realschule, ebensoviel Plätze stehen in den beiden Internaten zur Verfügung. Die Jugendlichen und Kinder kommen nicht nur aus der Region: Internat und Schule erfreuen sich seit langem großer überregionaler und bundesweiter Beliebtheit. Schülerinnen und Schüler aus Bayern, Hamburg oder Schleswig-Holstein sind in Varenholz keine Seltenheit - „sie bereichern durch ihre regionale ‚Farbe‘ das Internatsleben, das durch ein vielfältiges Sport- und Kulturangebot im Nachmittagsbereich ergänzt und abgerundet wird,” heißt es in der Presse-Information. - Nach knapp zwei Stunden verabschiedete sich die Delegation mit der Gewissheit, viel voneinander gelernt zu haben und die neuen Kontakte auch in Zukunft weiter zu pflegen. Die Politiker versprachen, sich noch mehr und gezielter für die Interessen und Belange privatwirtschaftlich geführter Bildungseinrichtungen einzusetzen, die gerade in Nordrhein-Westfalen die „Bildungslandschaft” nachhaltig bereicherten. Foto: km