Schon seit Wochen konnten die Grundschul-Kinder den Bau eines vom Deutschen-Fußball-Bund (DFB) finanzierten Kunstrasenplatzes unmittelbar neben der Schule beobachten. Jetzt war es endlich soweit, in einem feierlichen Akt wurde das Kleinspielfeld in der Größe 13 Meter mal 20 Meter seiner Bestimmung übergeben. „Mit dem Bau von 1.000 Mini-Spielfeldern bei einem Finanzierungsaufwand von rund 25 Millionen Euro will der DFB allen Menschen in Deutschland Dankeschön sagen, die dazu beigetragen haben, dass die Weltmeisterschaft 2006 ein großer Erfolg wurde”, so der Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), August-Wilhelm Winsmann, der die Grüße des DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger überbrachte. Marco Vankann, Schaumburger Kreisvorsitzender im NFV, hatte als Gastgeschenke T-Shirts und Fußbälle für die Schülerinnen und Schüler dabei und überreichte der Schulleiterin Dagmar Tadge die offizielle Schenkungsurkunde. „Nach anfänglichen Problemen bei der Standortfrage finde ich es Klasse, dass nun eine einvernehmliche Lösung mit dem SC Deckbergen-Schaumburg gefunden wurde, der durch ehrenamtliche Mithilfe die Kosten auf ein erträgliches Maß halten konnte”, so Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz in seiner kurzen Ansprache vor allen Schülern, Eltern, dem Lehrerkollegium und Vertretern des SC Deckbergen-Schaumburg. Eine Kooperation zwischen Schule und Sportverein war eine der Vorgaben des DFB bei der Vergabe der Plätze, wobei die Nähe der Schule bei der Standortfrage wünschenswert war. „In Deckbergen hat man diese Vorgaben in geradezu idealer Weise umgesetzt”, so der Vizepräsident des NFV. Von den insgesamt 1.000 Plätzen in ganz Deutschland entfielen 118 nach Niedersachsen und drei in den Landkreis Schaumburg. Neben Auetal-Rehren und Lauenhagen zog die Deckberger das große Los. „Wir wollen die Kinder in den Schulen unterstützen, indem wir mehr Bewegungsmöglichkeiten schaffen und unseren Beitrag leisten, dass mehr Jungen und Mädchen Fußball spielen können. Schließlich wollen wir die Verbindung zwischen Schule und Verein festigen, den Mädchen und Jungen den Fußballsport näher bringen und so gleichzeitig das Problem des demografischen Wandels beheben”, so der NFV-Offizielle. Die Mini-Spielfelder sind die Bolzplätze der Zukunft, sie sollen Begegnungsstätte und Sprachschule für alle Kinder sein. Der DFB hat für den Platz Kosten von rund 25.000 Euro. Weitere 20.000 Euro hat die Stadt Rinteln in die vorbereitenden Arbeiten gesteckt und durch die Eigenleistungen des Sportvereins und der Schule müssen noch einmal rund 10.000 Euro angerechnet werden. Nachdem der Platz eingeweiht, die Schulkinder mit Volkstänzen und „Fußballliedern” für begleitende Unterhaltung gesorgt hatten, durften die Nachwuchskicker endlich das Mini-Spielfeld betreten und ein „Siebenmeterschießen” austragen. Alle Klassen hatten ihre besten Schützen/innen nominiert, die im Wettstreit gegeneinander antraten. Zwischendurch gab es ein buntes Spiele-Programm auf dem Schulhof, bei dem sich natürlich alles um den runden Ball drehte. Foto: tt