Heute um 9 Uhr trifft sich die Synode der Landeskirche Schaumburg-Lippe zu ihrer Herbsttagung in Bückeburg. Der Haushalt 2009 steht auf dem Programm. Durch höhere Kirchensteuereinnahmen ist das Haushaltsvolumen angestiegen. Zu den Haushaltsstellen wollte sich die Landeskirche vorab nicht öffentlich äußern. Pressesprecher Joseph Kalkusch bestätigte auf Anfrage des Schaumburger Wochenblattes, dass es „einige Haushaltsstellen geben werde, die sicher intensiv beraten werden.” Eines der großen Projekte stellt dabei wohl die Sanierung des Landeskirchenamtes in Bückeburg dar. 750000 Euro veranschlagt der Haushalt dafür. Viel Geld in Zeiten drohenden wirtschaftlichen Abschwungs, mit dem immer auch die Einnahmen aus der Kirchensteuer zusammenhängen. Die Landeskirche hat das Herderhaus von der Kirchengemeinde Bückeburg gemietet. Für Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum in Schaumburg-Lippe ist eine größere Summe veranschlagt, so Kalkusch. Neben Aktivitäten auf Gemeindeebene feiert die Landeskirche im August ein Fest in der Langen Straße. Neben dem Haushalt bekommen die Synodalen ein weiteres Papier auf den Tisch. In der letzten Sitzung hatten sie darum gebeten, die Pfarrstellen und die Residenzpflicht der Pastoren in den Pfarrhäusern langfristig zu überdenken. Die Landeskirche legt ein Denkmodell vor, das als Diskussionsgrundlage in den Gemeinden gedacht sei. Dabei hält die Landeskirche an der zuletzt kritisierten Residenzpflicht der Pastoren in den Pfarrhäusern der Kirchengemeinden fest. Der Posten Immobilien ist auch in den Haushaltsberatungen immer wieder thematisiert worden. Durch die Residenzpflicht können die zum Teil alten und sanierungsbedürftigen Pfarrhäuser nicht veräußert werden.