Auf der FDP Kreisvorstandssitzung wurde über die Notwendigkeit einer Klimaschutzagentur für den Landkreis Schaumburg erneut diskutiert. Eine solche Einrichtung hatte, so der FDP-Kreisvorsitzende Paul-E. Mense, einst Bündnis 90/Die Grünen vorgeschlagen. „Die SPD hatte dann medial den Eindruck erweckt, dass diese Einrichtung auf ihrem Mist gewachsen sei”, so Mense und das habe zu erheblichem Wirbel geführt, der dann auch noch vom Landrat und vom CDU Fraktionschef Feuerbach kommentiert wurde. Nachdem der „Sturm im Wasserglas” jetzt vorbei ist, wird das Thema nun wieder aktuell, meint Mense: „Man muss sich ernsthaft fragen, ob eine solche Agentur wirklich erforderlich ist”, fragt Mense in seiner Funktion als Kreisvorsitzender der FDP. Besonders kritisch äußerte sich Brigitte Bödeker, die vermutet, dass hier Posten geschaffen werden, die auf lange Sicht entsprechende Kosten verursachen werden. „Wie sieht das Kosten-Nutzen-Verhältnis für eine solche Einrichtung aus?” fragen die Liberalen.
Der FDP Kreisvorstand kann die Notwendigkeit einer Klimaschutz-agentur derzeit nicht erkennen, zumal seiner Meinung nach doch schon sehr viele private und öffentliche Investoren ohne Agentur mit umfangreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen. „Es ist sicher sinnvoll, den Klimaschutz auch in unserem Landkreis kritisch zu beobachten und geeignete Maßnahmen zur Energieeffizienz zu empfehlen”, so Mense. Dies aber könne man als Aufgabe des Landkreises ansehen, ohne dass dazu eine zusätzliche eigenständige Einrichtung erforderlich sei. „Hier wird versucht, uns eine für den Bürger notwendige Beratungseinrichtung schmackhaft zu machen. Zu einem Klimaschutzkonzept kann man ja sagen, dass aber die Folge daraus die Einrichtung einer Agentur sein soll, das wagen wir ernsthaft zu bezweifeln”, so der Mense abschließend.