„Das Ziel, für mehr Einheitlichkeit in der EU zu sorgen und die Verbraucher bestmöglich zu schützen, ist grundsätzlich zu begrüßen”, meint der niedersächsische CDU-Europaabgeordnete Burkhard Balz. In Deutschland stößt die Initiative der Kommission jedoch auf den Widerstand von Bundestag und Bundesrat. Die beiden Kammern haben erklärt, dass ihrer Ansicht nach die im Richtlinienvorschlag konkret enthaltenen Maßnahmen im Hinblick auf das Subsidiaritätsprinzip bedenklich seien. Findet der Bund in der EU acht weitere Mitgliedstaaten, die diese Auffassung teilen, muss die Kommission ihren Vorschlag überarbeiten.
„Das Europäische Parlament hat gerade die Zuständigkeiten für dieses Thema verteilt”, so Balz, der Mitglied im Wirtschaft- und Finanzsausschuss sowie im Sonderausschuss zur Finanz- und Wirtschaftskrise ist. „Als Verantwortlicher der EVP-Fraktion werde ich in der nun beginnenden Diskussion darauf achten, dass bewährte Systeme nicht unnötig abgeschafft werden. Aber europäische Themen sollten auch auf europäischer Ebene verhandelt werden. Eine Vollharmonisierung der Sicherungssysteme ist sicher nicht angemessen, aber eine Blockade auf Ebene der nationalen Parlamente ist auch nicht hilfreich. Wir Europaabgeordnete sind schließlich von den Bürgern unserer Mitgliedstaaten dafür gewählt, deren Interessen in der EU zu vertreten. Das sollte man uns dann auch tun lassen.”