96 setzt auch in Berlin auf Angriff | Schaumburger Wochenblatt

96 setzt auch in Berlin auf Angriff

Tempodribbler Elias Saad und seine 96er treten gegen Hertha BSC Berlin an. (Foto: bb)
Tempodribbler Elias Saad und seine 96er treten gegen Hertha BSC Berlin an. (Foto: bb)
Tempodribbler Elias Saad und seine 96er treten gegen Hertha BSC Berlin an. (Foto: bb)
Tempodribbler Elias Saad und seine 96er treten gegen Hertha BSC Berlin an. (Foto: bb)
Tempodribbler Elias Saad und seine 96er treten gegen Hertha BSC Berlin an. (Foto: bb)

96 hat Absteiger Kiel am vergangenen Wochenende phasenweise an die Wand gespielt und sich mit dem Sieg wieder voll im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Die Hannoveraner treten nun in Berlin an (Sonnabend, 13 Uhr), einem Gegner, der den „Roten“ mit seinen schnellen Gegenstößen empfindlich zusetzen könnte.

Daisuke Yokota spitzelte den Ball zwischen zwei Kielern hindurch zu Noel Aseko Nkili, der Mittelfeldspieler nahm Tempo auf und dribbelte in den Strafraum. Hier fand sein Flachpass den einlaufenden Torjäger Benjamin Källmann, der den Ball per Grätsche um 1:0 für seine „Roten“ ins Tor beförderte. Die Szene in der fünften Minute darf als bezeichnend für die erste Halbzeit eingeordnet werden. Die 96-Offensivreihe war zu schnell für die Kieler, die sich in dieser Phase sehr schwertaten. Im Anschluss wirbelten die „Roten“ munter weiter. Kiel kam in den ersten 45 Minuten kaum zu einer Entlastung, 96 zu einer ganzen Reihe von Torchancen. Einzig, dass sein Team nur mit einer 2:0-Führung in die Halbzeit ging, konnte Trainer Cristian Titz seinen Mannen bis zum Seitenwechsel vorwerfen.
Im zweiten Durchgang verloren die „Roten“ viel von ihrer Dominanz, ohne jedoch, dass Kiel die Partie auf seine Seite gezogen hätte. Zwar schafften die Gäste den Anschlusstreffer, die Mehrzahl der Möglichkeiten hatte jedoch weiterhin 96. In der 78. Minuten machten „die Roten“ dann den Sieg perfekt. Dies durch zwei Einwechselspieler, William Kokolo bediente Neuzugang Stefan Teitur Thordarson, der zum 3:1-Endstand abschloss.
Mit drei Siegen hintereinander haben sich die „Roten“ wieder in Schlagweite der Aufstiegsränge vorgearbeitet. Nun folgt allerdings mit Hertha BSC ein Prüfstein, der schon in der Hinrunde eine Erfolgsserie der „Roten“ beendete. Nachdem 96 damals mit vier Siegen am Stück startete, erlitt es gegen Berlin die erste Saisonniederlage. Von der Linie betreut die Hertha zudem mit Ex-96-Trainer-Stefan Leitl ein Fußball-Lehrer, der schon mehrfach bewiesen hat, seine Teams auf den „Titz-Stil“ gut einstellen zu können. 96 hatte im Hinspiel ein Chancenplus gegen Berlin. Auch damals nutzten die „Roten“ ihre Möglichkeiten nicht in letzter Konsequenz. Berlin verwickelte die 96er allerdings mit intensiver Lauf- und Defensivarbeit so in Zweikämpfe, dass sie nicht ihr Spiel so aktiv aufziehen konnten wie in den Begegnungen zuvor. Dazu brach das Leitl-Team mit schnellen, klaren Spielzügen durch und traf sehr konsequent. Mit Fabian Reese und Michael Cuisance verfügt die Hertha über flinke, offensiv durchsetzungsstarke Spieler für solche Vorstöße. Das erlebte zuletzt das spielstarke Elversberger Team, das gegen Berlin mit 0:3-Unterlag.
Titz wird seinen grundsätzlichen Spielansatz höchsten geringfügig in der Pressing-Höhe anpassen. 96 wird also wie gewohnt auf seine Stärken und damit auf entschlossenen Angriffsfußball setzen. Zu hoffen ist, dass die Mannschaft es trotzdem schafft, Hertha-Gegenstöße weitgehend zu unterbinden. Berlin absolvierte unter der Woche noch ihr Pokalspiel gegen Freiburg.
Foto: bb


Bastian Borchers
Bastian Borchers
Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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